Prorgamm 2020 

Straßenbau für 5,5 Millionen Euro

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ie Gemeinde Gräfelfing hat sich für das nächste Jahr erneut ein ehrgeiziges Straßenbauprogramm vorgenommen. Ganze zwölf Straßen umfasst die Liste von Tiefbau-Leiter Roland Strecker.

Gräfelfing–Das Gesamtpaket, das der Bauausschuss am Donnerstag einstimmig billigte, dürfte Kosten in der Größenordnung von 5,5 Millionen Euro mit sich bringen.

Zur Beruhigung der Bürger wies Roland Strecker vorab darauf hin, dass dieses Straßenbauprogramm „dezentral“ angelegt sei. Anders als aktuell im Fall der benachbarten Rottenbucher- und Flurstraße, die durch gleichzeitige Baustellen beeinträchtigt seien, würden viele der nun geplanten Straßensanierungen in unterschiedlichen Ortsbereichen liegen.

Gehbahn muss dringend saniert werden

Die Straße Am Haag West, die vor Jahren zur Sackgasse wurde, soll grundsaniert werden. Ebenso die Beethoven-, Haydn- und Mozartstraße und die Flurstraße zwischen Rottenbucher- und Schulstraße. Dort wurde die Wasserleitung neu verlegt, 2020 werden Gehbahnen, Beleuchtung und Fahrbahn erneuert. In der Rochusstraße zwischen Oelmüller- und Würmstraße muss dringend eine Gehbahn saniert werden, die sich abgesenkt hat. Auch Siedler- und Saarburgstraße werden saniert. Die beiden weiteren Straßen dieses Quartiers, Bessere Zukunft und Langemarckstraße, folgen 2021. Außerdem stehen Scharnitzer Straße Süd, Tassilostraße, Turmairstraße (Heitmeiersiedlung) und Wendelsteinstraße West zwischen Steinkirchner- und Rottenbucher Straße auf der Sanierungsliste.

Ökologische Aspekte einbeziehen

Für Am Haag, Tassilo- und Turmairstraße präsentierte Ingenieur Oliver Krombach die Planungen. Das größte Augenmerk legten Fachbüro und Bauamt auf die Tassilo-straße, eine der schönsten Alleen in Gräfelfing. Die Fahrbahn muss dringend erneuert und die Entwässerung verbessert werden. Doch um die alten Bäume zu schonen, sollen die Trag- und Deckschichten der neuen Fahrbahn in der Dicke möglichst reduziert werden. Die Randsteine aus Granit, an denen das Oberflächenwasser entlang läuft Richtung Sicker- und Absetzschächte, werden alle paar Meter unterbrochen, um Wasser in den Baumgraben abfließen zu lassen. Die unbefestigten Gehwege bleiben ebenfalls erhalten, um den Charakter der Straße nicht zu verändern. Im Vorfeld hatten Planer und Bauamt mit einer Fachfirma den Wurzelbereich untersuchen lassen, um herauszufinden, wie tief und in welche Richtung sich die lebenswichtigen Wurzeln erstreckten. Auch während der Bauphase sollen diese ökologischen Aspekte beherzigt werden.

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