Gräfelfinger Straßenfest

Positives Signal an Unternehmerschaft

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Gräfelfing– Die Gräfelfinger Unternehmen wollen sich stärker als bisher am jährlichen Straßenfest im September beteiligen und sich den Kunden präsentieren. Von der Gemeinde erhoffen sie sich finanzielles Entgegenkommen bei der Standgebühr. Der Hauptausschuss des Gemeinderates kam diesem Anliegen des Unternehmensverbands Gräfelfing nun am Dienstag entgegen.

Die örtlichen Unternehmer hatten darum gebeten, ihnen die Standgebühr auf dem Straßenfest zu erlassen. Sie beträgt für gastronomische Betriebe 50 Euro pro angefangenem laufenden Meter des Standes; Betriebe anderer Branchen bezahlen 20 Euro je Meter. Um Mieter der gemeindlichen Buden ging es bei dieser Diskussion nicht.

In der Sitzung trug Wirtschaftsförderin Sabine Strack eine Stellungnahme von Jan Konarski vor, der das Straßenfest organisiert und die Gräfelfinger Geschäftswelt gut kennt. Sein Vorschlag: Die Gastronomiebetriebe, die auf dem Straßenfest erfahrungsgemäß gute Umsätze machen, sollten die Standgebühr unverändert entrichten. Schließlich kostet die Organisation des Straßenfestes mit Attraktionen von auswärts auch Geld. Den nichtgastronomischen Betrieben solle die Gebühr erlassen werden.

Dieser Kompromiss fand in der Sitzung des Hauptausschusses großen Anklang. Frauke Schwaiblmair (Grüne/Unabhängige) nannte den Vorschlag pragmatisch und eine gute Idee. Bürgermeisterin Uta Wüst begrüßte ihn als „positives Signal“ an die örtliche Unternehmerschaft, sich einzubringen. Petra Schaber (IGG) hätte gerne genauer differenziert. Sie nannte das Beispiel eines Autohändlers, der mit drei bis fünf ausgestellten Fahrzeugen eine große Fläche einnehme, gegebenenfalls ordentliche Umsätze mache – und das nun sogar kostenlos. Schaber: „Ich finde den Bürstenmacher aus der Oberpfalz interessanter als drei Autos.“

Schließlich einigten sich alle auf den Vorschlag von Thomas Heidenreich (CSU): Der Hauptausschuss beschloss, Jan Konarskis Empfehlung zu folgen – mit dem Zusatz, dies solle „zunächst für ein Jahr“ gelten. Damit ergibt sich die Möglichkeit einer Neubewertung und Nachjustierung, sollte es in diesem Probejahr zu unerwünschten Effekten kommen.

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