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Pflanzaktion im Gräfelfinger Gemeindewald: Auch Bürgermeisterin Uta Wüst (stehend, Mitte) schaute vorbei und nahm zusammen mit den Schülern des Kurt-Huber-Gymnasiums den Spaten in die Hand.  

Neupflanzung im Gräfelfinger Gemeindewald

Junge Tannen sollen Fichten ersetzen

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Im Gräfelfinger Gemeindewald lässt sich derzeit ein Wandel in der Waldlandschaft des Würmtals exemplarisch beobachten. Das Ende der Fichten-Monokultur ist eingeläutet, die Tanne kann ein Nachfolger sein.

Gräfelfing– Bei diesem Bild konnte einem das Herz aufgehen: Elftklässler des Kurt-Huber-Gymnasiums pflanzten gestern 300 junge Weißtannen in einem Waldstück, das der Gemeinde Gräfelfing gehört – selbstverständlich unter der fachkundigen Anleitung von Revierförster Gerrith Hinner. Mit Spaten hoben sie zwischen Schneeresten, Laub und Brombeerranken Pflanzgruben aus und setzten die Jungtannen ein. Zum Aufwärmen gab es heißen Tee und ein Schwedenfeuer, das in einem gekappten Fichtenstamm glomm.

Zu den rund elf Hektar Waldfläche, die der Gemeinde gehören, zählt auch das Wäldchen an der Jahnstraße, nördlich des TSV Gräfelfing. Dort lässt sich ein fataler Kreislauf erleben: Unter anderem durch den Klimawandel und ein Absinken des Grundwassers verstärkt sich der Borkenkäferbefall der Fichten, die folglich gefällt werden müssen. Dadurch wieder ergeben sich Angriffsflächen für den Wind, sodass auch gesunde Bäume durch Windbruch umknicken. Auf diesen lichten Bereichen sollen Weißtannen Fuß fassen. Sie können die Fichten mittel- und langfristig ersetzen, weil ihre Wurzeln tief in den Schotter reichen und die Tannen somit klimabeständiger sind als der Flachwurzler Fichte.

„Man muss bedenken, dass die Jahresmitteltemperatur in den bebauten Teilen des Ballungsraumes schon um rund 1,5 Grad höher ist als in den umliegenden Waldungen“, erklärt Gerrith Hinner. „Die Tanne ist für die Zukunft besser geeignet als die noch das Ortsbild prägende Fichte.“ In rund 15 Jahren würden die Jungtannen so robust sein, dass sie ohne den Halbschatten der Fichten auskämen. Dann würden Letztere nach und nach entfernt.

Die Schüler waren jedenfalls begeistert bei der Arbeit. Die meisten von ihnen halfen im Rahmen eines W-Seminars zum Thema Wald. Auch Bürgermeisterin Uta Wüst schaute vorbei und pflanzte eine Tanne.

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