Nacht-Service am Wochenende im Gespräch

Großraumtaxi für Jugendliche von Pasing ins Würmtal

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Die Gemeinde Gräfelfing erwägt, nachts an Wochenenden einen Taxi-Service für Jugendiche von Pasing ins Würmtal einzurichten.

Gräfelfing – Nachts um 2 Uhr am Pasinger Bahnhofsplatz kann es recht einsam sein. Busse Richtung Würmtal fahren dann längst nicht mehr. Wenn das Geld fürs Taxi bei jungen Leuten, die in München feiern waren, nicht reicht, bleibt nur der Fußmarsch Richtung Gräfelfing. Oder das Herumlungern und Abwarten am Bahnhof, bis der öffentliche Personennahverkehr den Betrieb wieder aufnimmt. Beides ist für junge Leute potenziell gefährlich, jedenfalls keine schöne Vorstellung – nicht für die Betroffenen, und noch weniger für ihre Eltern. Daher beantragte die CSU im Gemeinderat auf Vorschlag der JU eine kommunal geförderte Lösung des Problems. Die Verwaltung machte sich dazu Gedanken und legte nun einige Lösungsansätze vor.

Im Ausschuss für überörtliche Angelegenheiten sagte Rathaus-Mitarbeiterin Lydia Brooks, es gehe lediglich um zwei bis drei Stunden in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag. Nur in dieser Zeit kämen junge Leute vom Feiern aus der Stadt heimwärts – und stießen in Pasing auf die Transportlücke im ÖPNV. Wie gut der auf CSU-Antrag angedachte Zuschuss für die Taxi-Fahrt angenommen werde, sei allerdings schwer abzuschätzen – und damit auch die Kosten für die Gemeinde.

Petra Schmid (CSU) schlug vor, das Projekt zunächst auf ein Probejahr zu begrenzen. Sollten die Zuschüsse die Vorstellungen der Gemeinde übersteigen oder das Angebot ins Leere laufen, könne man nachjustieren.

Bürgermeisterin Uta Wüst schlug vor, den Jugendlichen beispielsweise die Hälfte der Taxi-Kosten zu ersetzen, sofern sie die Fahrt mit Beleg samt Datum und Uhrzeit nachweisen könnten.

Thomas Heidenreich (CSU) brachte eine andere Variante ins Spiel: Es könnte in der fraglichen Zeit stündlich ein Großraumtaxi bereitstehen, um nach Gräfelfing zu fahren, vielleicht auch gleich weiter nach Planegg, da die Jugendlichen in der Nachbargemeinde das gleiche Problem hätten. Heidenreich: „Die Fahrgäste müssen ja nicht nach Hause gebracht werden, sondern sollen lediglich sicher und kostengünstig in ihre Gemeinde gelangen.“

Dieses Vorgehen will die Verwaltung nun genauer prüfen und Kosten eruieren. Ein erstes Gespräch mit dem Rathaus Planegg verlief positiv; eine Kostenteilung würde das gesamte Angebot günstiger und damit realistischer machen.

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