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In dem Friseurhäuschen an der Ruffiniallee soll nach Sanierungsarbeiten ein Café entstehen. Dafür suchen die Traumwerker (v.l.: Richard Schote, Sibylle Madadkar, Andrea Merkle-Wied, Almut Gerke, Anette Weiss-Schaber, Shirin Madadkar, Ben Wied, Tobias Zörntlein, Anna Stechl) Unterstützer.

Spender und Helfer gesucht

Traumwerker wollen Café eröffnen

Gräfelfing - Ein „Traumcafé“, in dem Menschen mit Behinderungen bedienen und Kaffee ausschenken, will der Gräfelfinger Verein Traumwerker in der Ruffiniallee etablieren. Für die Sanierung eines ehemaligen Friseurladens werden Spender und Helfer gesucht.

Ein Bewusstsein für Inklusion möchte der Verein Traumwerker im Würmtal schaffen. „Die Leute sollen bei Behinderungen nicht weggucken, sondern hingucken und Inklusion leben“, sagt die stellvertretende Vorsitzende Katharina Zörner. Um diesen Gedanken ins öffentliche Bewusstsein zu bringen, betreibt der Verein seit gut zwei Jahren ein mobiles Traumcafé, in dem Menschen mit Behinderungen auf öffentlichen Veranstaltungen und Feiern wie dem Sommerfest des Martinsrieder Max-Planck-Instituts Kaffee und süße Stücke anbieten.

Nun plant der Verein, auch ein stationäres Café einzurichten. Die Gemeinde Gräfelfing hat den Traumwerkern dafür das ehemalige Friseurhäuschen an der Ruffiniallee zur Nutzung überlassen. „Das Café soll der Übung und dem Training dienen“, sagt Katharina Zörner. Menschen mit Behinderung, unterstützt und betreut von nicht-behinderten Helfern wie einem Restaurant-Manager, sollen Kaffee ausschenken, bedienen und bei fast allem mitmachen, was zu einem Café gehört. Behinderte und Nicht-Behinderte sollen sich so ganz selbstverständlich in dem Café begegnen. Kaffee und Kuchen werden nichts kosten, der Verein bittet jedoch um einen kleinen Obolus.

Bis es soweit ist, muss das Haus aber erst einmal saniert werden. „Es muss so ziemlich alles erneuert werden, vom Trockenbau bis zu Kabeln und der Heizung“, sagt Katharina Zörner. „Außerdem müssen wir eine Behinderten-Toilette einbauen und den Eingang so umbauen, dass er breit genug für Rollstuhlfahrer ist.“ Rund ein Jahr bis zur Eröffnung wird dies dauern, glaubt Zörner. Zunächst holt der Verein Kostenvoranschläge ein und legt sie der Gemeinde vor, die dann entscheidet, wie viel der Kosten sie übernimmt. Insgesamt dürfte die Sanierung rund 80 000 Euro kosten, schätzt Zörner. Damit diese Summe aufgebracht werden kann, sucht der Verein nach Spendern (Spendenkonto IBAN DE 64 7025 0150 0027 3221 48) sowie Handwerkern, die bei der Sanierung helfen. „Trockenbauer, Heizungsinstallateure, Sanitär-Handwerker – wir können so ziemlich alles gebrauchen“, sagt Katharina Zörner.

Die Traumwerker, die 80 Mitglieder haben, arbeiten alle ehrenamtlich für den Verein. Das bereits bestehende mobile Traumcafé wird das nächste Mal am Mittwoch, 10. Mai, im Gräfelfinger Bürgerhaus im Rahmen der Inklusions-Woche im Einsatz sein. Der Verein plant für diesen Tag gemeinsam mit der Literarischen Gesellschaft Gräfelfing eine Veranstaltung, wahrscheinlich gemeinsam mit einem Autor.

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