Klimaschutz

Gräfelfing sucht den ältesten Kühlschrank

  • Martin Schullerus
    VonMartin Schullerus
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Im Rahmen einer Umweltaktion sucht die Gemeinde Gräfelfing den ältesten Kühlschrank. Um ihn zu ersetzen.

Gräfelfing – Sabrina Schröpfer ist kraft ihres Amtes als Gräfelfings Klimaschutz-Managerin zu Kreativität angehalten. Wenn überhaupt, lässt sich zusätzlicher Klimaschutz nur mit neuen Aktionen und Initiativen realisieren. Eine solche hat Schröpfer nun vorgeschlagen, und der Umweltausschuss hat sie in abgeänderter Fassung beschlossen.

Die Aktion heißt „Kühlschranktausch“. Schröpfer schlug vor, einen Wettbewerb auszuloben: Wer den ältesten und somit tendenziell stromfressendsten Kühlschrank vorweisen könne, solle einen neuen, energiesparenden Kühlschrank im Tausch spendiert bekommen.

Als habe es eine Sitzungsvorbesprechung nie gegeben, fragte Bürgermeisterin Uta Wüst sich laut, ob es „Aufgabe der Kommune“ sei, „Kühlschränke anzupreisen“? So berechtigt die Frage erschien, blieb der Ausschuss bei der Sache. Allerdings wandte Thomas Heidenreich (CSU) ein, mit dieser Aktion werde man im Ergebnis gerade mal einen einzigen sparsamen Kühlschrank an den Mann bringen; Auswirkungen aufs Klima: null. Deshalb schlug er vor, die Wettbewerbsbedingungen zu ändern: Alle Bewerber müssten nachweisen, dass sie bereits aus eigenem Antrieb den Kühlschranktausch vollzogen hätten. Unter ihnen sollten jenem die Kühlschrank-Kosten erstattet werden, der das älteste Gerät entsorgt habe. So könne diese Umweltaktion der Gemeinde für mehr Bürger zum Anreiz werden.

Der Ausschuss beschloss dieses Vorgehen einstimmig, mit der Ergänzung von Jörg Scholler (FDP), die Aktion auf zwei Monate zu befristen. Scholler: „Sonst zieht sich das immer weiter hin, und irgendwann ist die Waschmaschine dran.“

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