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Im Kieswerk der Gräfelfinger Firma Glück machten sich Staatsministerin Ulrike Scharf (l.) und Landtagsabgeordnete Kerstin Schreyer (beide CSU) ein Bild von der Baustoffproduktion, fachkundig begleitet von Geschäftsführer Markus Wahl. 

Ulrike Scharf: „Ökonomie und Ökologie zusammenbringen“

Umweltministerin besucht Kieswerk Glück

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Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf hat am Montag die Gräfelfinger Firma Bernhard Glück GmbH besucht. Sie bescheinigte dem traditionsreichen Unternehmen, das seit über 80 Jahren Kies abbaut und zu Rohstoffen für die Bauindustrie aufbereitet, den Spagat zwischen Ökonomie und Ökologie „in vorbildlicher Weise“ zu bewältigen.

GräfelfingDer von der Landtagsabgeordneten Kerstin Schreyer (CSU) angebahnte und begleitete Besuch startete mit einer Fahrt zu den Abbauflächen im Forst Kasten. Wenngleich der Trockenabbau, den Glück betreibt, eine Wiederverfüllung der Gruben und Rekultivierung der Flächen erlaubt (anders als der Nass-Abbau), handelt es sich zunächst um einen großen Eingriff in die Natur – und das in Reichweite des Grundwassers. Ulrike Scharf wies denn auch explizit darauf hin, dass der Grundwasserschutz ein Hauptziel des Runden Tisches sei, an dem ihr Ministerium und die Fachverbände der Kiesindustrie gemeinsame Leitfäden für Abbau, Verfüllung und Rekultivierung erarbeiteten.

Allgemein, so Scharf, gebe es bei bayerischen Unternehmen „viel Bereitschaft“, den Umweltschutz durch Innovationen und technischen Fortschritt zu gewährleisten, ohne an Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen.

In Gräfelfing zeigte die Staatsministerin sich von dem 4,5 Kilometer langen, unterirdischen Förderband zwischen Abbaugebiet und Kieswerk beeindruckt, das Lkw-Fahrten durchs Würmtal vermeiden hilft. Positiv überrascht war Ulrike Scharf von der Auskunft des Glück-Geschäftsführers Markus Wahl über die mittlere Lieferdistanz der Produkte. Diese liegt bei rund zehn Kilometern und erfüllt damit laut Scharf das Ziel der verbrauchernahen Produktion im Sinne der Umwelt.

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