Versteckspiel mit 37-Meter-Mast

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Matthias Fink vom Gräfelfinger Architekturbüro Molenaar hatte eine undankbare, ja unlösbare Aufgabe: Er sollte einen 37 Meter hohen Funkmast möglichst verschwinden lassen.

Gräfelfing– Mit einer Reihe von Bildern zeigte der Architekt im Gräfelfinger Umweltausschuss am Donnerstag, wie das am Prof.-Max-Dieckmann-Platz geplante Ungetüm sich städtebaulich etwas kaschieren ließe. Die Visualisierungen konnten freilich niemanden restlos zufriedenstellen, vor allem nicht die Anwohner.

Der geplante Standort 11 des Gräfelfinger Mobilfunk-Konzeptes liegt aus Gründen des Reliefs und der Funktechnik am Neunerberg, an der Ortsgrenze zu Planegg – im Wohngebiet. Entsprechend kritisch sehen das Nachbarn und Nachbargemeinde. Nun will Gräfelfing zumindest alles dafür tun, dem Funktrum optisch etwas von seinem Schrecken zu nehmen.

Vor allem, so Matthias Fink, könne das mit einer zusätzlichen, baulichen und funktionalen Komponente geschehen. So sei es denkbar, den unteren Bereich des Mastes mit einer Kletterwand, einem Kunstwerk, einem Aussichtsturm oder einem begrünten Bienenhotel einzukleiden – alles andernorts schon erprobt. Fink: „Ganz eliminieren kann man ihn natürlich nicht.“

Gemeinderat Günter Roll (BVGL) resümierte: „Diese Masten sind nicht schön, aber notwendig. Es geht schließlich auch um den Gesundheitsschutz der Bevölkerung.“ Denn je höher der Mast, umso geringer muss die Sendeleistung sein – auch der Handys in der Umgebung.

Nun sollen sich zunächst die Fraktionen mit dem Thema näher befassen.

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