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Einmal Platz nehmen im Elektro-Flitzer: Beim Energietag in Gräfelfing sehen Pascal Freyer (re.) und Huong Vu Thu aus Neuried sich den Tesla von Dr. Wieland Holfelder aus Gräfelfing (am Steuer) mal genauer an.

5. Würmtaler Energietag

Viele Fragen zur Elektromobilität

Bereits zum fünften Mal fand am Samstag der „Würmtaler Energietag“ statt. Gastgeber war in diesem Jahr die Gemeinde Gräfelfing.

GräfelfingNeugierig testeten die Besucher die ausgestellten E-Autos, E-Bikes und Pedelecs auf dem Platz vor dem Bürgerhaus. Und sie nutzten die Gelegenheit, sich bei Vorträgen und an den Ständen im Bürgerhaus-Foyer zu informieren.

Schirmherren der Veranstaltung sind die Würmtal-Gemeinden Neuried, Planegg, Gräfelfing, Krailling und Gauting. Erklärtes Ziel der Kommunen ist es, Expertenwissen zu den Themen der Energiewende zur Verfügung zu stellen. Die teilnehmenden Firmen waren in diesem Jahr e-bike-store, Englmeiers bike&coffee, Pedalium, Wunjoo GmbH und Albrecht Zweiradmechanik.

„Wie viel PS hat das Fahrzeug denn“, wird Werner Albrecht von einem Besucher gefragt. Der Inhaber der Firma Albrecht Zweiradmechanik, der einen elektronisch betriebenen E-Roller vorstellt, lacht. „Solche Fragen sind typisch“, sagt er. Natürlich gebe es bei der Elektromobilität keine Pferdestärken, wie beim Verbrennungsmotor, aber die Funktionsweise von Elektromobilen sei eben für viele noch ein „Mysterium“.

„Wir müssen Pionierarbeit leisten“, so Werner Albrecht. Mangelnde Erfahrung, gepaart mit Vorbehalten des Verbrauchers seien immer noch groß und aus seiner Sicht die eigentlichen Hürden für den Durchbruch von Elektromobilität.

Tatsächlich könnten die Fahrzeuge aber schon sehr viel. „120 Kilometer schafft der Roller N1S-Civic des Herstellers Niu mit einer Ladung“, sagt Albrecht. Energiequellen dafür sind zwei Batterien, von denen eine unter dem Sattel und eine im Fußraum untergebracht ist. Die Ladezeit pro Batterie betrage etwa sechs Stunden, wenn die Batterie vollständig leer sei. Geladen werden könne mit Adapter an einer ganz normalen Steckdose.

Die Unsicherheiten der Bürger im Umgang mit Elektromobilität wurden auch bei der Gesprächsrunde mit Franz Alt, Guido Weißmann (Bayern Innovativ GmbH), Susanne Münster (Verkehrsmanagerin Landratsamt Starnberg), Franz Reicherzer (Sachgebietsleiter Energie und Klima, Landratsamt München) und Werner Hillebrand-Hansen (eRUDA) sichtbar. Wie denn die langfristige Vision der Ladeinfrastruktur sei, wurde gefragt. „Wir werden in den Kommunen in ausreichendem Maße für Ladeplätze sorgen“, erklärte Guido Weißmann. In der Zukunft werde man zum Laden ins Parkhaus fahren, Schnellladeplätze werde es ergänzend an Autobahnen geben. Wann denn ganz konkret mit Ladestationen im Würmtal zu rechnen sei, fragte Martin Lang aus Planegg. „Vor Frühjahr 2018 schaffen wir die Umsetzung des Energiekonzepts nicht“, antwortete Franz Reicherzer für den Landkreis München.

Schneller kann offensichtlich der Landkreis Starnberg agieren. „Noch in diesem Jahr werden wir in jeder Hauptgemeinde eine öffentliche Ladestation errichten“, versprach Susanne Münster. Ab Herbst 2017 etwa sollen die Stationen genutzt werden können.

Alexandra Joepen-Schuster

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