Gräfelfinger Gemeindestiftung

Vor Ort im Stillen Gutes tun

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Rosen für die Gräfelfinger: Passanten in der Bahnhofstraße werden am Freitag aus den Händen von Bürgermeisterin Uta Wüst eine Blume geschenkt bekommen. Es ist ein Dankeschön und gleichzeitig Werbung für die Gräfelfinger Gemeindestiftung, die rund ums Jahr im Stillen Gutes tut.

Gräfelfing– Ohne Aufhebens und ohne Bedürftige bloßzustellen, hilft die Gemeindestiftung Gräfelfing seit ihrer Gründung im Jahr 2010 Bürgern, die in Not sind. „Meist sind es Einzelfallhilfen: hier eine Brille, da Möbel, dort eine Zahnbehandlung oder die Kosten für die Ferienbetreuung“, sagt Tanja Dandl. Gräfelfings Kämmerin kümmert sich nebenbei auch um die verwalterischen Aufgaben rund um die Gemeindestiftung.

Die Stiftung verfügt über eine klug komponierte Struktur, die einerseits Rathaus und Verwaltung als Apparat und vertrauensbildende Maßnahme nutzt, andererseits von der Gemeinde unabhängig handelt. Der Vorstand, der über die Hilfeleistungen kurzfristig per Rundmail entscheidet, besteht aus vier Gemeinderäten und wird von der Bürgermeisterin geleitet. Der siebenköpfige Stiftungsrat, an dessen Spitze Altbürgermeister Eberhard Reichert steht, besteht aus Bürgern, die nicht unbedingt dem Gemeinderat angehören. „Genau genommen trifft die Bezeichnung Gemeindestiftung gar nicht zu“, sagt Tanja Dandl schmunzelnd. Doch sie erfüllt ihren Zweck.

Die Gemeindestiftung verfügt derzeit über ein Grundstockvermögen von rund 140 000 Euro. Und sie leidet, wie praktisch alle Stiftungen, unter der Nullzins-Politik der letzten Jahre: Das Vermögen wirft keinen Erlös ab, der zum Stiftungszweck verwendet werden könnte. So beschränken sich die Ausschüttungen derzeit vor allem auf die jeweiligen Spenden. Entsprechend dankbar wären Vorstand und Stiftungsrat für weitere Spenden – gerade zur Weihnachtszeit.

2018 nahm die Stiftung bisher 9500 Euro ein und zahlte etwa 8000 Euro aus. Tanja Lindner: „Es gab schon bessere Jahre, mit Einnahmen über 15 000 Euro; das schwankt.“ Im Schnitt sind es 20 Fälle, bei denen die Stiftung pro Jahr helfend eingreift – wenn die staatliche Hilfe ausgeschöpft ist. Schließlich will die Stiftung nicht den Staat entlasten, sondern den Bürgern helfen. Bedürftige können sich mit ihrem Anliegen direkt an die Gemeindestiftung wenden.

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