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„Wir drehen die ganze Anlage auf links“

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Von: Michael Grözinger

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Von der Sanierung berichtete Präsident Christoph Göbel auf der TSV-Jahresversammlung.
Von der Sanierung berichtete Präsident Christoph Göbel auf der TSV-Jahresversammlung. © Dagmar Rutt

Durch die große Sanierung des Vereinsgeländes ist der Sportbetrieb beim TSV Gräfelfing bereits seit vielen Monaten stark eingeschränkt. Und mehr noch das soziale Leben im Klub, das durch die Umbaumaßnahmen quasi ruht. TSV-Präsident Christoph Göbel bat bei der Jahresversammlung des Vereins am Montagabend im Bürgerhaus daher noch mal um Geduld – und bot den Mitgliedern Einblicke in den aktuellen Stand der Bautätigkeit sowie die weitere Planung.

Gräfelfing - Dass der Wissensdurst zu diesem Thema im Verein groß ist, hatten zuvor mehrere Abteilungsleiter deutlich gemacht. In ihren Berichten hatten sie immer wieder bekräftigt, dass „der Umbau zu einem veränderten Vereinsleben führt“ (Andreas Gries, Fußball) und die Bauarbeiten doch bitte „so schnell wie möglich fertiggestellt werden sollten“ (Christopher Triep, Tischtennis). Präsident Göbel konnte dem nur beipflichten. „Es ist eine Einschränkung, die langsam an unseren Grundfesten nagt“, sagte er, ehe er in seinen Sachstandsbericht überging.

Neben dem kompletten Fußball-Außenbereich (Göbel: „Der steht wieder perfekt da“) sei inzwischen auch der unterirdische Trakt mit der ehemaligen Kegelbahn fertiggestellt, die im Zuge der Sanierungsmaßnahmen vier neuen Fußballkabinen samt Duschen und Toiletten weichen musste. Ein neuer Treppenzugang führt vom Fußball-Außenbereich fortan direkt zu den Kabinen. Außerdem sei das Fußballhäuschen am Eingang zu den Plätzen ersetzt und mit einer „Not-Küche“ (Göbel) ausgestattet worden. Ziel sei es, dort ab Juli einen kleinen Gastronomiebereich anzubieten.

Nächster Schritt Abriss des Zwischenbaus

Als nächsten Schritt kündigte Göbel den Abriss des Zwischenbaus zwischen Vereinsheim und Halle an, wo anschließend ein Neubau in Holzständerbauweise mit Kabinen und Büros entstehen soll. Darüber hinaus stehe neben der effizienteren Nutzung des Vereinsheim-Untergeschosses unter anderem noch der barrierefreie Umbau des Erdgeschosses an. Das großräumige Treppenhaus soll durch ein schmaleres samt Aufzug ersetzt, der entstehende Platz für den Einbau ebenerdiger Toiletten und eines neuen Aufenthaltsraums sowie die Begradigung der Gaststättenwände genutzt werden.

„Wir drehen die ganze Anlage auf links. Aus einem schlanken Sanierungsprojekt ist ein großes geworden“, sagte Göbel. Das Ziel: „Ruhe für Jahrzehnte.“ Und das Gelände solle zu noch mehr Zeiten im Jahr genutzt werden können. Durch die Anpassung an heutige Sicherheitsstandards und einige im Vorfeld nicht absehbare Umstände wie ein komplett undichtes Dach oder den einst unorthodoxen Bau der Halle, der einen deutlich teureren Zugang als geplant zu den Tennis-Kabinen nebenan nötig machte, seien die Kosten in die Höhe geschossen. Inzwischen rechnet der TSV-Präsident mit zehn bis zwölf Millionen Euro – und bedankte sich einmal mehr bei der Gemeinde für die Zuschüsse. Wenigstens der Zeitplan mit Fertigstellung 2023 kann wohl einigermaßen eingehalten werden. Göbel: „Ich hoffe, bei unserer Versammlung im nächsten Jahr die Einweihung zumindest in Aussicht stellen zu können.“

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