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Wollen die operative Frauenheilkunde ausbauen: Professor Dr. Tobias Weißenbacher (l.) und der Ärztliche Leiter der Wolfart-Klinik Dr. Claas Hohmann.

Wolfart-Klinik

Ausbau zu gynäkologischem Krebszentrum

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Die Geburtshilfe der Gräfelfinger Wolfartklinik ist geschlossen, anders die Frauenklinik. Im Gegenteil, da wird derzeit aufgerüstet. Neue Geräte, eine Koryphäe und ein großer Plan.

Gräfelfing – Die Geburtshilfe ist Vergangenheit. Jetzt ist klar, wie die Zukunft der Frauenheilkunde an der Wolfart-Klinik in Gräfelfing aussehen soll. Mit Professor Dr. Tobias Weißenbacher ist dort seit Januar ein Experte für Tumoroperationen tätig. Damit wird deutlich: Die Gynäkologie in Gräfelfing ist nicht am Ende. „Wir verstärken die operative Frauenheilkunde“, sagt Tilman Götzner, Geschäftsführer der Wolfart-Klinik. „Es ist geplant, an der Wolfart-Klinik ein gynäkologisches Krebszentrum zu etablieren“, erklärt Weißenbacher.

Fast alle Belegärzte seien nach der Schließung der Geburtshilfe Ende September vergangenen Jahres weiter in der Wolfart-Klinik tätig, so Götzner. Dennoch soll es nicht beim Alten bleiben: „Wir haben das Leistungsspektrum jetzt deutlich erweitert.“ Der 44-jährige Weißenbacher ist neu dazugestoßen. Und mit Professor Dr. Martin Kolben gehöre er jetzt zu den führenden Köpfen der Abteilung.

Ein Schritt in Richtung Krebszentrum sind die neu angeschafften Geräte. „In die Ausstattung ist sehr viel investiert worden“, sagt Weißenbacher anerkennend. Und die Geräte seien teilweise besser als die so mancher Universitätskliniken. Der Arzt weiß, wovon er spricht. 15 Jahre war er an der Frauenklinik der Universität München an der Maistraße, zuletzt als stellvertretender Klinikdirektor. Er habe dort das gynäkologische Krebszentrum mit aufgebaut und die gynäkologische Onkologie geleitet.

Jetzt will er in Gräfelfing auf höchstem Niveau onkologische Eingriffe minimalinvasiv durchführen. Ein Beispiel für die herausragenden Behandlungsmethoden sei, dass dort bei Gebärmutterhalskrebs nun Lymphknoten mithilfe der Immunfluoreszenz-Technik entfernt würden. „Da sind wir die Einzigen, die das in München können.“

Die Universitätsklinik hat Weißenbacher verlassen, denn „ich wollte etwas entwickeln, etwas aufbauen“. Dazu hat ihm die private WolfartKlinik mit Götzner und dem geschäftsführenden Gesellschafter Florian Wolfart an der Spitze, die Gelegenheit gegeben. Jetzt ist er selbstständig tätig, operiert hauptsächlich an der Wolfart-Klinik und einen Tag pro Woche an der Frauenklinik Dr. Geisenhofer am Englischen Garten in München. Seine Patienten untersucht er vorab in der Wolfart-Klinik oder freitags in seiner Praxis im MIC-Zentrum im Ärztezentrum des Munich Airport Center. Er wird also viel unterwegs sein. Doch er versichert, täglich in der Wolfart-Klinik Präsenz zu zeigen.

Noch fehlt dem gynäkologischen Krebszentrum an der Wolfart-Klinik die Zertifizierung. Dafür muss eine Expertise nachgewiesen werden. Das brauche laut Klinik-Geschäftsführer Götzner Zeit. Er rechnet damit, dass das Verfahren ein Jahr dauert. Die Voraussetzungen, das Siegel zu bekommen, seien jedoch gegeben.

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