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Fastenzeit

Zucker als Meister des Versteckspiels

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Nicht wenige üben sich bis Ostern im Verzicht auf Zucker. Keine schlechte Idee, sagt Diätassistentin Doris Kurz aus Gräfelfing.

Doris Kurz ist staatlich geprüfte Diätassistentin.

Gräfelfing – Zucker ist ein Meister des Versteckspiels. Er verleihe Fertiggerichten mehr Geschmack, Säfte würden durch ihn süßer, Brot werde mit Zucker gefärbt, damit es wie Vollkornbrot aussieht. Und: Zucker mache süchtig. „Er ist ein Nährstoff, den wir nicht brauchen, und es schadet nicht, bewusst damit umzugehen.“ Die staatlich geprüfte Diätassistentin Doris Kurz begrüßt das Vorhaben, in der Fastenzeit auf Zucker zu verzichten. Und sie rät jetzt schon dazu, danach zu Ostern nicht ungehemmt über die Schokoladehasen herzufallen und die Nester zu plündern. „Das kann man machen, ist aber nicht so gut.“

Die Fastenzeit bietet in Kurz’ Augen die Gelegenheit, bewusster zu essen. Vielleicht bleibe der ein oder andere später auch dabei. Auf Süßes ganz zu verzichten, hört sich einfach an. Schokolade und Gummibärchen sind erst mal tabu. Doch wer seinen Zuckerkonsum wirklich runterfahren will, hat es nicht leicht. „Wir merken ihn nicht“, erklärt Doris Kurz. Sie rät, die Zutatenliste auf den Verpackungen zu studieren, um ein Bewusstsein zu entwickeln, wo sich Zucker versteckt.

Sie empfiehlt, nicht aus Langeweile, neben dem Fernsehen oder aus Frust zu essen. „Lieber gönnt man sich etwas Leckeres und isst es bewusst.“ Und sie hat noch einen Tipp für diejenigen, denen die Abstinenz besonders schwer fällt: „Auf regelmäßige Mahlzeiten mit Vollkorn achten, dann kommt der Heißhunger erst gar nicht auf.“ Auf Kohlenhydrate muss beim Zuckerfasten keiner verzichten. „Kohlenhydrate haben ihren Sinn.“ Nur industrieller Zucker „ist nichts, worauf der Körper angewiesen ist“. Kurz sieht die Fastenzeit als Einstieg in eine bewusste Ernährung. Dabei ist sie nicht besonders streng. „Ich halte nichts davon, sich den Zucker rigoros zu verbieten, wenn man ihn gerne isst.“ Aber sie hält auch wenig davon, die Diät zu Ostern wieder zu beenden. Wer in 40 Tagen weitermache wie vor dem heutigen Aschermittwoch, dem bringe „ aus ernährungsphysiologischer Sicht das Fasten nichts“.

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