„Die staatliche Prämie ist natürlich für viele ein guter Anzreiz“: Michael Karl vom Stockdorfer Renault-Autohaus Karl mit dem Elektro-Modell Zoe.
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„Die staatliche Prämie ist natürlich für viele ein guter Anreiz“: Fabian Hasler vom Stockdorfer Renault-Autohaus Karl mit dem Elektro-Modell Zoe.

Staatliche Förderung wirkt

Gräfelfing Spitze bei E-Autos

Rund 420 reine E-Fahrzeuge sind derzeit in den Würmtal-Gemeinden angemeldet – im Vergleich zu gut 47 100 Benzinern und Diesel. Besonders die Gräfelfinger haben mit 156 viele E-Fahrzeuge angemeldet. Auch in Würmtaler Autohäusern steigt die Nachfrage.

Würmtal – 33 E-Fahrzeuge sind nach den Zahlen der Landratsämter in Neuried, 56 in Planegg, 156 in Gräfelfing, 55 in Krailling, 24 in Stockdorf und 96 in Gauting angemeldet. Die Zahl der E-Fahrzeuge beläuft sich damit in Neuried, Planegg, Stockdorf und Gauting bei deutlich weniger als einem Prozent der angemeldeten Benziner und Diesel (5861, 8904, 2759 und 12 064 angemeldete Benziner und Diesel). In Gräfelfing (12 253) und Krailling (5286) sind es etwas mehr als ein Prozent.

Im Verhältnis zur Einwohnerszahl besitzen die Gräfelfinger mit Abstand die meisten E-Fahrzeuge. Die größten Elektro-Muffel sind proportional die Neurieder. Dafür nehmen hier die Zahlen prozentual am deutlichsten zu: So waren in Neuried noch im vergangenen Jahr nur 20 E-Fahrzeuge angemeldet (heute 33). In Gauting stieg die Zahl binnen Jahresfrist von 53 auf 96, in Gräfelfing von 93 auf 156.

Zahl der E-Autos wächst überproportional

Die Zahl der Kfz mit Verbrennungsmotor nahm hingegen jeweils nur leicht zu und fiel in Neuried sogar um 46 Autos. In Krailling stiegen die angemeldeten Benziner und Diesel etwa von 5171 auf 5286, in Planegg von 8813 auf 8904 – ein prozentual deutlich geringeres Wachstum als bei den E-Fahrzeugen.

Dass die Nachfrage nach den E-Fahrzeugen steigt, dürfte auch an der staatlichen Prämie liegen, durch die man derzeit bis zu 11 000 Euro bei einem Neukauf bekommt. „Dadurch kriege ich ein E-Auto schon für rund 12 000 bis 15 000 Euro, was natürlich für viele ein guter Anreiz ist“, sagt Michael Karl, Leiter des Stockdorfer Autohauses „Auto-Karl“. Das Renault-Autohaus führt mit dem Modell Zoe derzeit ein reines E-Auto. Das Modell Twingo Electric kommt zum Beispiel in einigen Wochen auf dem Markt. „Die Nachfrage nach E-Fahrzeugen steigt spürbar – vor allem von Leuten, die hier im Würmtal ein eigenes Haus mit Garage und somit genügend Platz für eine Ladestation zum Aufladen haben“, sagt Michael Karl. Eine solche Möglichkeit wäre etwa in der Münchner Innenstadt kaum möglich. Vor allem ältere Kunden fragten nach einem E-Auto nach, berichtet Karl. Für junge Leute unter 30 Jahren sind diese doch oft zu teuer. Die Frage der Reichweite sei beim Zoe mit bis zu 400 Kilometern kaum ein Thema.

Im Autohaus Neuried von Robert Huber gibt es derzeit keine reinen E-Autos, da der Hersteller Mitsubishi momentan „nur“ einen Outlander Plug-in Hybrid im Sortiment hat. Auch nach diesem „steigt die Nachfrage bereits seit längerem an, was unter anderem natürlich an der staatlichen Prämie liegt“; sagt Robert Huber.

Peter Seybold

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