Laut NDR: Messer-Attacke in Linienbus - Mehrere Verletzte in Lübeck

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Feuerwehrmann und Kameramann: Der Gräfelfinger Julian Rößler (21) ließ die Kamera mitlaufen, als seine Kameraden und er im LF 40/1 zu einem Fahrzeugbrand auf der A 96 ausrückten – durch eine offene Rettungsgasse. Er stellte das Video ins Internet und landete einen viralen Hit: Über 1 Million Menschen weltweit haben es bereits gesehen.

Einsatz-Video zum Thema Rettungsgasse: Über 1 Million Klicks im Internet

Gräfelfinger Feuerwehr landet viralen Hit

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Mit einem Einsatzvideo hat die Gräfelfinger Feuerwehr den Nerv der Zeit getroffen. Das positive Beispiel einer funktionierenden Rettungsgasse auf der A 96 geht auf Facebook gerade durch die Decke: Binnen einer Woche sahen sich über 1 Million Menschen weltweit die rasante Anfahrt zwischen stehenden Autokolonnen hindurch an.

Gräfelfing– Der Verkehr auf der A 96 steht. Auf drei Spuren rote Bremsleuchten, so weit das Auge reicht, auch durch den Gräfelfinger Tunnel hindurch. Zwischen der linken und der mittleren Spur öffnet sich eine Gasse, breit genug, um mit einem Lastwagen zügig durchzufahren. Das Tanklöschfahrzeug 23/1 der Gräfelfinger Feuerwehr bahnt sich mit Blaulicht und Sirene den Weg, gefilmt aus dem nachfolgenden LF 40/1. Julian Rößler, einer aus der siebenköpfigen Besatzung, lässt die Kamera mitlaufen. Zwischen dem Heulen des Martinshorns kaum verständlich, sagt jemand in Seelenruhe: „So is a Rettungsgasse; kannst du net meckern.“

Das finden auch weit über eine Million Menschen weltweit, die sich den Film ansahen und in ihren Kommentaren die Disziplin der Autofahrer bewundern. Von Kanada über Frankreich und den Orient bis nach Asien stößt der Film auf lebhaftes Interesse. Tenor: Schön, wenn es immer und überall so liefe. Einer schreibt: „Und ich dachte, es sei Moses gewesen, der das Meer teilte.“ Die Kollegen aus Starnberg vermerkten: „Super Beispiel, Kameraden.“

Dabei ist das Video nicht ganz neu. Genau ein Jahr nach dem Dreh stellte Julian Rößler den Film am 19. März 2017 ins Netz. „Wir wollen mit dem Video die Leute ein bisschen wachrütteln; ihnen zeigen, wie es aus Sicht der Retter aussieht, wenn die Rettungsgasse funktioniert und was jeder Einzelne tun kann, damit die Hilfe im Ernstfall schnell vor Ort ist“, sagte Rößler im Merkur-Gespräch.

Auslöser für seine Entscheidung waren gegenteilige, extrem negative Beispiele, die sich jüngst in Deutschland ereigneten und das Thema hochkochen ließen. Ende Februar mussten Sanitäter nach einem Unfall auf der A 7 bei Kassel zwei Kilometer weit zu Fuß laufen, weil Fahrzeuge ihnen den Weg versperrten. Und zwei Wochen später brauchten Feuerwehrmänner auf der A 5 bei Weiterstadt (Hessen) 20 Minuten für zwei Kilometer, ehe sie die Fahrzeuge stehen lassen und die restlichen 800 Meter zu Fuß gehen mussten. Autofahrer hatten die Rettungsgasse nach den Ersthelfern genutzt, um selbst voranzukommen, bis sie stecken blieben. Gegen etwa 30 besonders dreiste Blockierer, die die Helfer teilweise sogar verhöhnten, erstattete die Feuerwehr Anzeige, unterlegt mit Beweisfotos.

Zu dem Video schrieb Rößner: „Vor genau einem Jahr wurden wir auf die A96 in Fahrtrichtung München zu einem PKW-Brand alarmiert und haben dabei die Kamera laufen lassen. Damals hat es wirklich super geklappt und wir kamen zügig voran! Insbesondere auch da die Rettungsgasse, wie im Video zu sehen, weiter freigehalten wurde. Warum also nicht immer so?“ Den Fahrzeugbrand bekamen die Feuerwehrleute übrigens rasch in den Griff; verletzt wurde niemand. Das Video, das zum viralen Hit wurde, findet sich unter www.feuerwehr-graefelfing.de und auf der Facebook-Seite der Freiwilligen Feuerwehr.

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