"Gräfelfinger Modell"

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Das "Gräfelfinger Modell" zur Lösung des Konfliktes zwischen dem Schutzbedürfnis der Bürger vor Strahlung und dem gesetzlich verbrieften Anspruch der Mobilfunkbetreiber auf flächendeckende Versorgung findet bei Fachleuten national und international Beachtung. Es beinhaltet folgende Punkte:

Kein Mast im wohn-bebauten Ortsgebiet; bisherige Standorte im Wohngebiet werden aufgelöst;

Standorte in minimaler Anzahl (Doppel- bis Vierfachnutzung), die auch UMTS-Versorgung ermöglichen;

Kein Strahlungswert über dem Salzburger Wert (ein Zehntausendstel des deutschen gesetzlichen Grenzwertes) in Wohngebieten;

Grundversorgung überall im Ortsgebiet gesichert (auch in Gebäuden, oberirdisch);

Die Besonderheit des Gräfelfinger Modells liegt in der Parallelität von rechtlichem und planerischem Ansatz: Flächennutzungs- und Bebauungspläne enthalten grundsätzlich keinen Hinweis auf Mobilfunkstandorte, die mithin verboten sind und derzeit durch Veränderungssperre verhindert werden. Ausnahmen machen andererseits die in den Plänen vorgesehenen 16 Positivstandorte, an denen Mobilfunkbetreiber geradezu Anspruch auf Errichtung von Antennen haben.

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