Radfahrer in der Rottenbucher Straße: Die Gräfelfinger sind einer aktuellen Umfrage zufolge öfter als gedacht zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. a-foto: Rutt

Gräfelfinger gar nicht so verliebt in ihr Auto

Gräfelfing - Die Auswertung läuft noch, doch die Mobilitätsbefragung der Gräfelfinger Bürger liefert schon jetzt einige interessante statistische Daten.

Verkehrsplaner Christian Fahnberg, Chef des Planegger Büros Ingevost, ist sehr zufrieden mit der Beteiligung der Gräfelfinger an der rund 50 000 Euro teuren Mobilitätsbefragung, die er im Auftrag der Gemeinde Gräfelfing durchführte. Fahnberg hatte die Unterlagen an 3200 und somit an knapp die Hälfte der Gräfelfinger Haushalte versandt. Und er erhielt 1700 Antworten, eine Rücklaufquote von 60 Prozent. „Das bedeutet, dass wir von 30 Prozent aller Gräfelfinger eine Antwort über ihr Mobilitätsverhalten bekommen haben“, sagt Fahnberg; damit sei die Befragung repräsentativ.

Die befragten Gräfelfinger sollten für ihren gesamten Haushalt protokollieren, welche Wege sie am Stichtag 8. Juli 2010 zurückgelegt hatten - ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem privaten Personenwagen. Außerdem waren eine Reihe von Verkehrsthemen im Ortsbereich zu bewerten, und schließlich konnten die Bürger ihre Meinung oder Empfehlung zu Verkehrsaspekten in Gräfelfing frei formulieren.

Die detaillierte Veröffentlichung der Ergebnisse soll erst mit einer Präsentation in der Gemeinderatssitzung am 29. März erfolgen. Doch lassen sich bereits interessante statistische Daten feststellen.

So zeigt sich etwa, dass Wahrnehmung und Wirklichkeit beim Grad der motorisierten Bewegung recht weit auseinanderklaffen. Ganze 40 Prozent der Wege an diesem Stichtag legten die Gräfelfinger, die oft selbst über ihre Auto-Verliebtheit schmunzeln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück. Sieben Prozent aller Haushalte und ein Viertel der Einpersonenhaushalte verfügen über kein Auto, obwohl nur fünf Prozent der über 18-Jährigen keinen Führerschein haben. Etwa zwölf Prozent der Gräfelfinger blieben am Stichtag überhaupt zu Hause.

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