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Volle Festmeile: Am Nachmittag lockte das wärmere Wetter zusätzliche Besucher in die Bahnhofstraße.

Über 10 000 Besucher

Das Gräfelfinger Straßenfest ist ein Renner

Schöneres Wetter, mehr Stände, mehr Besucher: Das diesjährige Gräfelfinger Straßenfest war nochmal erfolgreicher als das Fest im Jahr davor. Eine „Straßenfest-Rallye“ lockte mit tollen Preisen, auch Angebote wie eine Radl-Station und mehrere Sport-Stationen stießen auf große Resonanz.

Gräfelfing – Deutlich mehr als 10 000 Besucher strömten am Samstag auf die Festmeile in der Bahnhofstraße. Etwa 80 Stände von Vereinen, Unternehmen, der Gemeinde und anderen Einrichtungen sowie ein großer Flohmarkt mit mehr als 200 Ständen sorgten für kurzweilige Stunden. „Ich bin sehr zufrieden mit dem diesjährigen Fest, an dem sich nochmal deutlich mehr Anbieter beteiligten und das mehr Besucher hatte als letztes Jahr“, bilanzierte der Organisator, Bürgerhaus-Leiter Jan Konarski, im Merkur-Gespräch. Ein Grund für den Erfolg könnte das schönere Wetter sein: Statt Regen am Schluss wie im letzten Jahr gab es heuer nach trübem Anfang einige schöne und warme Stunden, so dass vor allem am Nachmittag die Straße voll war.

Insbesondere für Kinder bot das Fest einiges: Ein Karussell, rund zehn Hüpfburgen, Rutschen und ein Rodeo, Clowns, Kindereisenbahn und Kinderschminken ließen keine Langeweile aufkommen.

Für musikalische Unterhaltung sorgten unter anderem die Blaskapelle Stockdorf, Alexanders Jazzband sowie die „Rockbits“ aus Gräfelfing. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Gräfelfing konnten alle Wagemutigen mit der Drehleiter 31 Meter in die Höhe fahren und das Fest aus der Vogelperspektive beobachten. Die Gräfelfinger Malteser zeigten an einer Puppe Rettungsmaßnahmen wie eine Herz-Lungen-Massage.

Sportlich ging es unter anderem beim TSV Gräfelfing zu, wo bei der Lauf-Disziplin „30 Meter fliegend“ eine Lichtschranke automatisch die Zeit maß, „außerdem können die Kugel-Gewichte vom Kugelstoßen und die Stäbe vom Stabhochsprung ausprobiert werden“, erzählte Carolin Bauer von der Leichtathletik-Abteilung des TSV. Die Sportschule für Selbstverteidigung Musado bot Kinder-Boxen in aufgeblasenen Boxringen an, „außerdem zeigen wir verschiedenste Techniken und Tritte“, sagte Schulleiter Bernd Ulshöfer.

Mit 1100 Preisen lockte die „Straßenfest-Rallye“. An 15 verschiedenen Stationen wie der Volkshochschule Würmtal, der „Move It! - Dance Academy“, der Bäckerei Sickinger und der Buchhandlung „Wort.Schatz“ mussten die Teilnehmer jeweils eine Aufgabe bestehen wie Quizfragen zur Volkshochschule beantworten, eine Rechtschreibprüfung absolvieren, Sackhüpfen sowie Fahrrad-Gegenstände erfühlen. Pro erfüllter Station gab es ein Los, die Hauptgewinne waren ein Elly-Seidl-Pralinenkurs sowie zehn Einkaufsgutscheine im Wert von 50 Euro und 180 im Wert von 10 Euro. „Wer von unseren Mitgliedern wollte, konnte sich eine Station ausdenken, wer alle Aufgaben bewältigte, gewann statistisch mehrere Preise“, erzählt Carsten Schmitz, Vorsitzender des Unternehmerverbands.

Viele weitere besondere Angebote rundeten das Fest ab: So konnten alle Besucher bei der Stadtsparkasse ein Foto machen lassen und dieses auf eine kostenlose Tasse brennen – wodurch sich dann auch schon mal die ganze Großfamilie eine gemeinsame Tasse machen ließ. Ein Radl-Check testete Fahrräder auf Verkehrstauglichkeit wie die Beleuchtung und Bremsen.

Die Gemeinde bat alle Besucher um Vorschläge, wie die Bahnhofstraße umgestaltet werden könnte. Da vor allem Kinder dem Aufruf folgten – der Stand war Teil der „Straßenfest-Rallye“ – fielen die Vorschläge mit einer Kletterwand, Handyshops, einer Pferderennstrecke und einem Spielplatz bunt aus.

Das Kurt-Huber-Gymnasium bot Spiele wie Bälle- und Dosenwefen an. „Von dem Erlös wird für je zwei Euro ein Baum bei unserer Partnerschule in Tansania gepflanzt“, erklärte Fabio Strian, Schüler der Q11.

Bücher, Spielzeug, Kleidung, Haushaltswaren und vieles mehr boten die gut 200 Stände des Flohmarktes an. Allerdings klagten viele Verkäufer über nur mäßige Geschäfte.

„Ich freue mich sehr, dass wir keinerlei Lücken und so eine vielfältige Beteiligung hatten“, bilanzierte Organisator Jan Konarski das Fest abschließend. „Gut finde ich auch, dass wir nicht zu viel Gastronomie haben, die natürlich auch dazu gehört, aber halt nicht nur, sondern wir einen richtigen bunten Mix anbieten konnten.“

Peter Seybold

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