Tassilostraße Gräfelfing
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Erleichtert über den Ausgang einer besonderen Straßensanierung (v.li.): Roland Strecker (Tiefbau-Chef im Rathaus), Baumsachverständiger Erk Brudi, Sabine Vilano (Bauleiterin der Firma Lammich), Planer Oliver Kombach, Betriebshofleiter Christian Geier sowie Bauleiter und Firmenchef Alfons Lammich in der Tassilostraße. 

Sanierung abgeschlossen

Gräfelfings alte Ahornallee wie neu

Eine der schönsten Alleen im Würmtal ist jetzt noch schöner. Die Gemeinde Gräfelfing gibt am kommenden Mittwoch die Tassilostraße nach dreimonatiger Sanierung für den Verkehr frei. Die Arbeiten hatten es in sich.

Gräfelfing– Eine der schönsten Alleen im Würmtal ist jetzt noch schöner. Die Gemeinde Gräfelfing gibt am kommenden Mittwoch die Tassilostraße nach dreimonatiger Sanierung für den Verkehr frei. Die Arbeiten hatten es in sich.

Die rund 450 Meter lange Tassilostraße weist Besonderheiten auf. Über 100 Jahre alte Ahorn- und Bergahornbäume säumen die Straße rechts und links und vereinigen sich über der Fahrbahn zum Blätterdach. Befestigte Gehwege mit Bordsteinen hat es hier noch nie gegeben. Dabei ist es auf Wunsch der Anlieger auch geblieben.

1907 gepflanzt

Die Planer und die Baufirma hatten auch so genügend Hürden zu nehmen. Vor allem ging es um den Schutz der 1907 gepflanzten Ahornbäume. Weil sie nahe an der Fahrbahn stehen, bestand die Befürchtung, beim Aushub könnten sie fatalen Schaden im Wurzelbereich nehmen. Von Beginn an begleitete der Baum-Fachmann Erk Brudi die Arbeiten. So kam ein spezieller Saugbagger zum Einsatz, der die Wurzeln schonend freilegte. Zum Glück zeigte sich, dass die Bäume vor allem Richtung Häuserzeilen wurzeln. So mussten nur bei vier Bäumen auch dickere Wurzeln gekappt werden. Drei von ihnen bestanden den anschließenden Zugtest zur Standfestigkeit nicht und müssen nun in der Krone etwas gelichtet werden. Im Herbst sind zudem Nachpflanzungen für die bestehenden Lücken geplant.

Die neue Fahrbahn hat nun zwar eine Entwässerungsrinne, doch ist die periodisch unterbrochen, um den Bäumen einen Teil des Oberflächenwassers zuzuleiten.

Auch eine weitere Befürchtung erfüllte sich zum Glück nicht ganz. Probebohrungen hatten massive Teerbelastungen vorhergesagt. Letztlich erwiesen sie sich als geringer; trotzdem kostete die Beseitigung des Materials eine sechsstellige Summe. Insgesamt kommt die Sanierung auf rund 1 Million Euro.

Gräfelfing investiert heuer 6 Millionen Euro in die Straßensanierung.

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