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Architektonisch ansprechend, aber dennoch unerwünscht: Mehrere Gemeinderäte wollen die große Glasfront nicht, die Einblicke vom Gehweg aus erlaubt.

Hallenkonzept vorgestellt

Große Glasfront spaltet Gemeinderäte

Der erste Entwurf für die neue Planegger Schulturnhalle ist da. Doch das Konzept mit Glasfassade ist im Bauausschuss umstritten.

Planegg – Nach rund einem halben Jahrhundert hat die Turnhalle der Planegger Grundschule an der Josef-von-Hirsch-Straße ausgedient. Im Zuge der großen Schulsanierung soll die Sportstätte einem Neubau weichen. Wie der jedoch aussehen soll, ist im Gemeinderat umstritten.

Die mit der Vorplanung beauftragten Architektur- und Ingenieurbüros stellten am Montag im Bauausschuss einen Entwurf vor, der als Grundlage für die weitere Planung dienen soll. Das Konzept sieht an der Stelle der alten Halle neben einer per Trennwand teilbaren Einfachturnhalle mit Geräteräumen, Umkleiden und Sanitäranlagen auch zwei Mehrzweckräume vor.

Mit den CSU-Vertretern Michael Book und Philipp von Hirsch sowie Fritz Haugg (FDP), der einen Neubau grundsätzlich ablehnt, stimmten drei von fünf Mitgliedern des Ausschusses gegen den Entwurf. Und auch Max Gum-Bauer (Freie Wähler-Dynamische) wollte den Plänen des Büros „G+O Architekten“ aus Geretsried erst nicht zustimmen.

„Wir wollten Ersatz schaffen für die alte Halle, in gleichem Umfang. Dass jetzt weitere Räume dazu kommen, die sicher auch Geld kosten, war nicht vorgesehen“, sagte Gum-Bauer. Letztlich habe er sich aber von dem Argument, dass solche Räume im Schulgebäude fehlen würden, überzeugen lassen, erklärte er seine Meinungsänderung im Anschluss an die Sitzung.

Skeptisch blieb Gum-Bauer aber gegenüber der Gestaltung mit einer Glasfront auf der Ostseite. Der Entwurf sehe zwar gut aus. Die Sonne würde am Vormittag jedoch blenden und die Halle aufheizen. Beim TV Planegg-Krailling, der eine ähnliche Halle gebaut hat, fluche man heute.

Auch Monika Schulz (SPD) äußerte sich kritisch. Es sei zwar schön, dass die Kinder rausschauen könnten. Aber es gebe auch Menschen, gerade ältere, die es nicht so gerne hätten, wenn man ihnen beim Sport zusehen könne. Die Halle wird auch von Sportvereinen genutzt und liegt mit ihrer Ostseite an einem öffentlichen Weg.

Diese Probleme ließen sich mit einem Sonnenschutz lösen, der sich bei Bedarf auf der Innenseite herunterfahren lasse, sagte Architekt Peter Oppenheimer. Schulz verlangte für ihre Zustimmung trotzdem, dass auch eine Variante ohne Glasfront erarbeitet wird.

Oppenheimer versicherte, man bleibe nach der bisherigen Vorplanung im Kostenrahmen von 2,8 Millionen Euro. Eine Entwurfsplanung mit einer genaueren Kostenberechnung soll nach den Sommerferien vorgelegt werden, der Abriss der alten Halle im Frühjahr 2017 beginnen.

Stefan Reich

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