Grundsteinlegung: Biotech-Standort wächst weiter

Martinsried - Der Biotech-Standort im Würmtal wächst: Bereits zum achten Mal kann das Areal des Innovations- und Gründerzentrums (IZB) in Martinsried erweitert werden.

Mittlerweile sind dort 60 Firmen der Biotechnologie-Branche ansässig. Den Grundstein für den neuen Gebäudeabschnitt legte am Wochenende Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil. „Die Biotechnologie in Martinsried blickt heute auf eine imposante Entwicklungsgeschichte, die bei der Gründung des IZB vor nunmehr 14 Jahren keiner hätte vorhersagen können“, so Martin Zeil in seiner Eröffnungsrede am Samstagvormittag. Für den Wirtschaftsminister war die Grundsteinlegung „einer der angenehmeren Termine“ in Zeiten der Krise.

Tatsächlich verzeichnet die Biotech-Branche selbst im Krisenjahr ein Umsatzplus: „20 Prozent mehr Umsatz und ein Zuwachs an Beschäftigung um vier Prozent“, verkündete der Wirtschaftsminister: „Ich bin beeindruckt, wie robust sich die Biotechnologie-Firmen der Rezession entgegenstellen.“

In dem neuen Abschnitt, der bis zum Herbst 2010 fertiggestellt werden soll, finden auf 3200 Quadratmetern neue Labors, Verwaltungsräume und die Schulungsräume der Elhardt-Chemieschule einen Platz. Damit wird das Areal des Biotech-Clusters auf insgesamt 23 000 Quadratmeter anwachsen. Räumlich sind auf dem Gebiet am Klopferspitz damit die natürlichen Grenzen vorerst erreicht.

Finanziert wird der Neubau, der mit einer Summe von zehn Millionen Euro anvisiert ist, durch einen Zuschuss des bayerischen Wirtschaftsministeriums, der Kreissparkasse München und einem Gesellschafterdarlehen der Fördergesellschaft IZB.

Neben der Grundsteinlegung öffnete das Biotech Cluster BioM am Wochenende auch seine Pforten zum Tag der offenen Tür. Viele interessierte Bürger strömten am Samstag und Sonntag in das Hauptgebäude des IZB, um sich dort über die Forschungsarbeiten der einzelnen Firmen zu informieren oder Fachvorträge anzuhören. Dabei konnten die Besucher das Neueste aus Wissenschaft und Technik auch spielerisch austesten: Besonders begehrt war hier das „BIOTechnikum“ – ein riesiger Informations-Truck, in dem die Besucher auf 100 Quadratmetern, wie in einem Museum, umher spazieren konnten. Zahlreiche Displays mit wissenschaftlichen Quiz-Spielen, ein „Body-Mover“, mit dem man mittels einer 3-D-Animation in das Innere einer Zelle schlüpfen konnte, sowie ein Biotech-Kino im oberen Stockwerk machten die neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft für die Besucher erlebbar. Das „BIOTechnikum“ ist eine Bildungsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und wurde bereits 1997 entwickelt – und das im Würmtal.

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