Das Rudolf- und Maria-Gunst-Haus in Lochham will die Gemeinde Gräfelfing sanieren, umbauen und erweitern. Bis der zukünftige Betreiber übernehmen kann, will das BRK das Haus im Rahmen eines Zwischenvertrages auch nach 2016 weiterführen. Foto: Jürgen Sauer

Pachtvertrag läuft aus

Gunst-Haus: BRK zu Interimslösung bereit

Gräfelfing - Die Lichter im Gräfelfinger Gunst-Haus werden wohl nicht ausgehen. Gemeinde und BRK streben für das Alten- und Pflegeheim eine Interimslösung an.

In einem Jahr, Ende Oktober 2016, läuft der Pachtvertrag zwischen Bayerischem Roten Kreuz (BRK) und der Gemeinde Gräfelfing über den Betrieb des Rudolf- und Maria-Gunst-Hauses (RMG) aus. Gestern fand ein Treffen im Rathaus statt, bei dem klar wurde: Am 31. Oktober 2016 werden die Lichter in dem Lochhamer Alten- und Pflegeheim nicht ausgehen; beide Seiten wollen sich auf einen Anschlussvertrag als Interimslösung einigen.

Der Gemeinderat hatte sich in der Vergangenheit dazu entschlossen, das RMG in Eigenregie zu sanieren, umzubauen und zu erweitern und es einem Betreiber zu übergeben. Viel mehr steht allerdings noch nicht fest, und so drängt die Zeit, um wichtige Entscheidungen zu treffen: Am 21. November findet ein erster Workshop zur Erarbeitung eines zukünftigen Betriebskonzeptes statt; bis zu zwei weitere sollen folgen. Erst danach, wahrscheinlich im Frühjahr 2016, kann der Betrieb ausgeschrieben und bis Herbst der neue Betreiber gefunden werden. Dabei könnte es sich auch wieder um das BRK handeln, das sich eine neuerliche Bewerbung vorbehält.

Parallel soll die Planung der Baumaßnahme anlaufen, mit deren Start Bürgermeisterin Uta Wüst etwa in zwei bis drei Jahren rechnet. Die dann folgende Bauzeit dürfte ebenfalls mehr als ein Jahr in Anspruch nehmen.

Während dieser gesamten Zeit soll das RMG zumindest mit reduzierten Bewohnerzahlen weiter funktionieren. Heute schon liegt die Zahl der Bewohner mit 106 deutlich unter der Soll-Belegungszahl von 143. Auf Merkur-Anfrage sagte Bürgermeisterin Uta Wüst, die BRK-Vertreterinnen hätten in dem gestrigen Gespräch darauf hingewiesen, dass das BRK einen finanziellen Ausgleich für den teilweisen Leerstand erwarte.

Die Bürgermeisterin zeigte sich überzeugt, dass es zu einer Einigung kommen werde. Uta Wüst: „Die Bereitschaft beider Seiten ist vorhanden.“ Nun müsse der Vertrag ausgearbeitet werden. Über Laufzeit und Belegungszahlen sei noch keine Entscheidung gefallen. Jedenfalls sei das BRK ein Partner, der über Erfahrung mit dem Umbau solcher Einrichtungen unter laufendem Betrieb verfüge.

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