Kampagne gegen Miteinander zeigt Wirkung

Planegg - Barabra Gutmanns Vorwurf der Wahlkampfhilfe für Anneliese Bradel hat zu einem Einbruch beim Spendenaufkommen geführt.

Die Kampagne Barbara Gutmanns, Vorsitzende der Bürgerinitiative Martinsried, gegen den Verein Miteinander hat offenbar Wirkung gezeigt. Bei der alljährlichen Dezember-Spendenaktion des gemeinnützigen Vereins kam weniger Geld zusammen als in den Vorjahren.

Die Finanzierung der halben Diakonstelle für Gräfelfing, Lochham und Planegg ist laut Satzung der Zweck des Vereins Miteinander. Hinzu kommen Investitionen in die Jugendarbeit, außerdem in die Schrauberhütte am Feodor-Lynen-Gymnasium. Alle Projekte sind spendenfinanziert. Die ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins sammeln diese mit viel Mühe bei Vereinsveranstaltungen wie dem Entenrennen oder den Ü30-Partys ein. Hinzu kommt jedes Jahr im Dezember ein Spendenaufruf an die Würmtaler Haushalte. Dieser lief dieses Mal deutlich schlechter als in den Jahren zuvor. Rund 1000 Euro weniger als 2012 und 2013 kamen laut Beate Dürrschmidt zusammen. „Das tut uns schon sehr weh“, so die Vereins-Vorsitzende.

Als Ursache für die rückläufige Spendenbereitschaft macht Dürrschmidt die Kampagne Barbara Gutmanns verantwortlich. Die BIM-Chefin hatte im Dezember in Anzeigen angedeutet, der Verein Miteinander finanziere den Wahlkampf von Bürgermeisterkandidatin Anneliese Bradel (wir berichteten), Vorstandsmitglied bei Miteinander. Obwohl der Verein diese Unterstellungen sofort nachdrücklich zurückwies, war das Kind bereits in den Brunnen gefallen. „Man kann vermuten, dass einige Bürger, die sonst immer gespendet haben, sich haben beeinflussen lassen“, sagt Dürrschmidt über die rund 1000 Euro, die jetzt in der Vereinskasse - und damit für die Jugendarbeit - fehlen.

Der Vereinsvorstand geht demnächst in Klausur und will überlegen, wie an anderer Stelle mehr Geld eingeworben werden kann, um das enttäuschende Ergebnis des Dezember-Spendenaufrufs wett zu machen. Dürrschmidt: „Wir müssen versuchen, andere Veranstaltungen, wie etwa das Entenrennen, noch attraktiver zu machen.“ Auf 25 Euro Jahresbeitrag will der Verein künftig allerdings freiwillig verzichten. Dürrschmidt hat BIM-Chefin Gutmann, bis zuletzt Mitglied bei Miteinander, das Geld rücküberwiesen. ul

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