Hager gibt Schnappauf noch etwas Zeit

- Fuchsbandwurm-Projekt offen

VON KATHARINA KORB Krailling - "Das Problem muss weiter im Bewusstsein der Bürger bleiben", sagt Kraillings Bürgermeister Dieter Hager. Mit "Problem" meint er den Fuchsbandwurm, der im Würmtal, aber auch im Landkreis Starnberg weiter verbreitet ist als angenommen. Doch nicht der Wurm an sich ist nun zum Problem geworden, sondern seine Bekämpfung: das Verbraucherschutzministerium erwägt die Streichung der dazu benötigten Mittel.

Vor eineinhalb Jahren hatte Hager das Projekt zur Bekämpfung des Fuchsbandwurms, an dem sich inzwischen alle Würmtal-Gemeinden beteiligen, initiiert. Im Sommer hatte Dieter Hager schon alles mit dem damaligen Verbraucherminister Eberhard Sinner besprochen. Der hatte ihm mündlich eine Unterstützung zugesagt, mit der die Auslegung von Ködern in Krailling und den umliegenden Gemeinden finanziert werden sollte. Doch Sinner ist nun Europaminister, und sein Nachfolger im Umwelt- und Verbraucherschutzministerium, Werner Schnappauf, muss sparen.

Nach dem Personalwechsel hatte sich Hager vergeblich um einen Termin mit Parteifreund Schnappauf bemüht, damit "das Projekt nach den theoretischen Untersuchungen nicht einschläft", wie er berichtet. Wichtig sei jetzt schließlich die praktische Umsetzung mit der Auslegung von Ködern, um die Befallsrate zu reduzieren. Doch wie Hager mittlerweile aus dem Ministerium erfuhr, werde der Förderantrag nochmals überprüft.

Nun möchte Dieter Hager eine "angemessene Überprüfungsfrist" zugestehen, doch sollte ein negativer Bescheid das Kraillinger Rathaus erreichen oder aber bis Anfang nächsten Jahres gar keine Antwort aus dem Ministerium vorliegen, will sich der Kraillinger nochmals um einen Termin bei Schnappauf bemühen. "Das ist schließlich ein wichtiges Thema, das unsere Gesundheit betrifft", begründet Hager sein Engagement.

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