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Die Tage der alten Schwimmhalle sind gezählt. Sobald das neue Bad fertiggestellt ist, soll dort auch das Training des TSV Gräfelfing stattfinden. 

Riesen-Projekt am Schulcampus Lochham

Halle und Schwimmbad für 16 Millionen

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16 Millionen Euro soll der Komplex mit Dreifachturnhalle und Schwimmbad kosten, den die Gemeinde Gräfelfing auf dem Lochhamer Schulcampus plant.

Das grundsätzliche Vorhaben ist längst beschlossen, jetzt ging es im Bauausschuss erstmals um konkrete Zahlen. Und die hatten es in sich. Architekt Clemens Pollok legte den Gemeinderäten die möglichen Varianten in tabellarisch aufgelisteten Paketen vor, die untereinander kombinierbar waren. Zur Auswahl stand eine Dreifachturnhalle mit fester Minimal-Tribüne, mit ausfahrbarer Tribüne oder sogar mit zusätzlicher Bühne. Das Schwimmbad mit 25-Meter-Becken bot Pollok mit sechs oder acht Bahnen, jeweils mit oder ohne zusätzliches Übungsbecken an. Preislich reichten diese Varianten von 14,7 bis 18 Millionen Euro. Clemens Pollok: „Es ist, als ob jemand sich ein Auto kauft, und jetzt geht es um die Ausstattung.“

Um bei dem Bild zu bleiben, ging es freilich eher um den Autotyp: Bei einer Bandbreite von C- bis S-Klasse entschied sich der Gemeinderat für eine E-Klasse, sprich: eine Dreifachturnhalle mit lediglich fester Tribüne (drei lange Bankreihen für bis zu 199 Personen), keiner zusätzlichen ausfahrbaren Tribüne, keiner Bühne. Beim Schwimmbad wählten die Gemeinderäte die Variante mit sechs Bahnen und dem Übungsbecken. Insgesamt liegt dieses Paket bei geschätzten 16 Millionen Euro. Hinzu würden die Kosten für die Heizzentrale und verkehrliche Infrastruktur wie Zufahrtsstraße und Parkplätze kommen.

Am Preis knüpfte denn auch die Hauptkritik an. Walter Frank (CSU) gab zu bedenken, dass die Kosten samt Infrastruktur und dem allerdings gemeindeeigenen Grundstück bei über 20 Millionen Euro liegen würden. Frank: „Wir müssen das ja auch noch kommunizieren können.“

Seine Fraktionskollegin Petra Schmid sprach von einem „Koloss“, der da im Wäldchen zwischen Adalbert-Stifter-Straße und Autobahn entstehen solle, und sagte, man brauche „kein Erlebnisbad oder Westbad zwei“. Auch Jörg Scholler (FDP) appellierte, die „abgespeckteste Lösung, die möglich ist“, zu wählen und nicht allen Wünschen und Ansprüchen zu folgen.

Bürgermeisterin Uta Wüst und Katharina Weber (Grüne) widersprachen: Kein Mensch wünsche dort ein Erlebnisbad. Jedoch: „Wenn wir jetzt bauen, soll das Projekt auch in der Zukunft dem Bedarf gerecht werden“, sagte Weber. Beim zusätzlichen Übungsbecken mit wärmerem Wasser denke sie etwa an die Grundschüler und Senioren, da das Bad auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen solle.

Die Entscheidung für eine Dreifachturnhalle, die allerdings bereits vor Monaten gefallen war, verteidigten die Bürgermeisterin und Florian Ernstberger (BVGL) in seltener Eintracht. Schon jetzt, so Wüst, seien sämtliche bestehenden Hallen ausgebucht und es fehle der Platz, um den Schulsport lehrplangerecht auszuüben. Und Florian Ernstberger fand: „Die Argumente für eine Dreifachturnhalle sind hinlänglich bekannt; wir sollten das jetzt nicht noch einmal von hinten aufrollen. Wir brauchen die Halle jetzt, und sie wird für Generationen ausreichend sein.“

Die in der Diskussion herauskristallisierte Kombination fasste Benno Stübner (IGG) auch als seine Präferenz zusammen. Diese Variante empfahl der Bauausschuss dem Gemeinderat mit 5:3 Stimmen. Dagegen votierten Schmid, Scholler und Franz Lang (SPD)

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