Im Neurieder Hauserweg soll demnächst mehr Ruhe einkehren: Mit Pfosten und Beschilderung will die Gemeinde den Durchgangsverkehr aus der Wohnstraße aussperren. foto: js

Aus dem Hauserweg werden zwei Sackgassen

Neuried - Für die Anwohner des Hauserweges ist es ein Erfolg: Pfosten sollen dem Durchgangsverkehr ein Ende bereiten.

Die Anwohner hatten zunächst Vergeblich versucht, bei der Gemeinde Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung zu erwirken. Nun will das Rathaus doch handeln. Der kleine Weg, der die Gautinger Straße mit der Franz-Schuster-Straße verbindet, soll demnächst für den Durchgangsverkehr gesperrt werden.

Wie die Gemeinde jetzt mitteilte, sollen Pfosten eingesetzt werden, welche die etwa 100 Meter lange Straße in zwei Sackgassen teilen. Nur für Radfahrer und Fußgänger soll der Hauserweg durchgängig passierbar bleiben. Grund für die Entscheidung sei eine Verkehrszählung, die die Gemeinde zusammen mit dem Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung Oberland durchgeführt habe.

Anwohner hatten auf der letzten Bürgerversammlung im November eine zu hohe Verkehrsbelastung und häufige Geschwindigkeitsüberschreitungen beklagt. Mit einem Antrag hatten sie erwirkt, dass sich der Bauausschuss mit dem Hauserweg befassen musste. Im Februar lehnten die Räte dann weitere Maßnahmen für die bereits heute verkehrsberuhigte Straße ab. Bürgermeister Harald Zipfel sagte damals, er habe sich an mehreren Tagen selbst ein Bild vor Ort gemacht und teile die Eindrücke der Anwohner nicht. Dennoch ließ die Gemeinde im April den Verkehr eine Woche lang zählen und musste feststellen, dass weiter südlich wohnende Bürger, die nach Norden oder Westen wollen, offenbar doch recht häufig von der Franz-Schuster-Straße über den Hauserweg zur Gautinger Straße fahren, anstatt die M 4 als Zubringer zur Staatsstraße zu nutzen. Aus der Franz-Schuster-Straße ist das Linksabbiegen auf die Forstenrieder Straße nach Westen nicht gestattet.

Der Zweckverband zählte im April binnen einer Woche 564 Kraftfahrzeuge im Hauserweg, von denen jedes fünfte zu schnell unterwegs war.

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