Hettlage-Gelände: Wirtschaftsclub Neuried sucht Gespräch mit Investor

Neuried - In die Diskussion um die Nutzung des Hettlage-Geländes kommt offenbar Bewegung. Vertreter des Wirtschaftsclubs Neuried trafen sich erneut zu Gesprächen mit Investor Bernd Schwarz.

Zur Debatte steht, das Gebäude zum Teil für betreutes Wohnen zu nutzen.

Die Ortsbegehung des Hettlage-Geländes im April vergangenen Jahres hatte zu keinen befriedigenden Ergebnissen geführt. Deshalb suchten Oliver Bär und Tobias Kuner vom WCN sowie CSU-Gemeinderat und 2. Bürgermeister Markus Crhak erneut das Gespräch mit dem Investor Bernd Schwarz. Mit Erfolg wie sich jetzt abzeichnet.

Markus Crhak, der an dem Treffen nicht offiziell als 2. Bürgermeister, sondern aus persönlichem Interesse teilnahm, ist nach dem Gespräch zuversichtlich. „Eine mögliche Nutzung könnte zu einem Drittel in Richtung Pflegeheim oder betreutes Wohnen gehen. Darüber muss jetzt diskutiert werden.“ Und eine Bebauungsplanänderung beantragt werden. Denn noch im April hatte sich Bürgermeisterin Ilse Weiß gegen eine solche Lösung ausgesprochen, da der aktuelle Bebauungsplan lediglich eingeschränktes, nicht-störendes Gewerbe zulässt. Der Bedarf an einer solchen Einrichtung ist laut dem 2. Bürgermeister aber unbestritten. An seiner Meinung, dass ein großer Einzelhändler an dieser Stelle völlig ausgeschlossen ist, hält Crhak fest. Auch kleinen „Tante-Emma-Läden“, erteilt Crhak eine Absage. „Ich denke nicht, dass kleine Läden dort bestehen können. Je kleiner desto schwieriger.“ Natürlich seien Gewerbesteuereinnahmen wichtig für die Gemeinde, aber „nicht alles entscheidend“.

Das dürfte die Anwohner des Quartiers am Hettlage-Gelände freuen. Schon im Jahr 2009 hatten sie mit Plakaten und Demonstrationen an der Forstenrieder Straße auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Sie befürchten vor allem eine Zunahme des Verkehrs und damit verbunden mehr Lärm vor ihrer Haustür. Bei der Ortsbegehung im April vergangenen Jahres bekräftigten sie ihre Haltung noch einmal und sprachen sich deutlich gegen die Ansiedlung eines Discount-Riesen wie Lidl oder Rewe aus. Investor Bernd Schwarz gab damals zu bedenken, dass nur über die Ansiedlung von Einzelhandel auch ein Büroteil im Gebäude subventioniert werden könne.

Eine weitere Idee von Schwarz war, einen Kfz-Handel auf das Gelände zu holen. Dieser Vorschlag ist auch noch nicht vom Tisch, ließ Gemeinderat Crhak durchblicken. „Wird der Änderung des Bebauungsplans im Bauausschuss stattgegeben, wird das weitere Vorgehen auch im Gemeinderat thematisiert.“ Bei allen Schritten sei es jedoch wichtig, dass auf die Anwohner des Hettlage-Geländes keine höhere Belastung zukommt.

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