Rappen im Doppelpack: Die Brüder Tiziano (li.) und Faith Acone, alias KingKalibah und Aquila, aus Krailling überzeugen beim Hip-Hop Jam im Jugendhaus an der Würm. foto: js

Hip-Hop mit Heimvorteil

Gräfelfing - Zum ersten „Hip-Hop Jam“ im Würmtal ist eine ganze Horde Jugendlicher das Jugendhaus an der Würm gestürmt.

Veranstalter Daniel Alberti, der im „Freizi“ als Sozialpädagoge und Konzert-Organisator arbeitet, hatte mit so viel Interesse nicht gerechnet, war aber hoch zufrieden: „In Zukunft wollen wir wieder mehr Live-Konzerte machen und freuen uns über Anfragen von außen.“ Denn das Prinzip der Konzert-Reihe ist offen: Alle interessierten Gruppen dürfen sich beim Jugendhaus bewerben.

Den Auftakt machten die Rapper des neu gegründeten Planegger Labels „AllstarzMuzik“, zu denen lokale Hip-Hopper, wie Aquila und KingKalibah aus dem Würmtal sowie Faith und mSkY aus Giesing gehören. Die Musiker standen im Wechsel, so das Prinzip eines „Jams“, auf der Bühne und mussten sich einige Mühe geben, um ihr junges Publikum zu überzeugen. Für die Musiker aus Giesing war es der erste Auftritt überhaupt - zusätzlicher Nervositäts-Faktor für die Jung-Rapper.

„Vor dem Konzert hab ich ganz schön Bammel gehabt“, gab Faith nach seiner Premiere zu. Doch die Nervosität erwies sich als unbegründet: Die Rapper zeigten mit vollem Einsatz, mit wie viel Herzblut sie ihrer Karriere nachgehen. Das überzeugte schließlich auch das Publikum.

Einen Heimvorteil hatten die Rapper Aquila und KingKalibah, die in der Szene bereits einen Namen haben. Hinter den Pseudonymen stecken die italienisch-stämmigen Gebrüder Acone aus Krailling, die trotz ihres jungen Alters (20 und 17 Jahre) schon seit einigen Jahren kräftig an ihrer Karriere basteln. Entscheidend sind die Kontakte in die Branche: „Man muss die richtigen Leute kennen“, fand Aquila. Ihm hat dieses Prinzip bereits Erfolg gebracht: Im vergangenen Jahr durfte er im Münchner Backstage mit dem Berliner Profi-Rapper Silla auf der Bühne stehen.

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