Im Schnitt 14 Hitze-Einsätze pro Tag fahren (vorne v. re.) Rettungssanitäter Heiko Störi, Rettungsassistentin im Praktikum Vanessa Fröhlich und Rettungsassistent Helmut Harrer von den Gräfelfinger Maltesern. Foto: js

14 Hitze-Einsätze pro Tag

Würmtal - Die Rekordhitze hat das Würmtal weiter fest im Griff. Die Rettungsdienst der Malteser ist im Dauereinsatz.

Das Kraillinger Caritas-Altenheim verlegt derzeit viele Aktivitäten ins Freie. „Gedächtnistraining, Yoga oder Gymnastik kann man auch gut im Schatten machen“, erzählt einer der Wohnbereichsleiter. Sonst setzen die Mitarbeiter auf Ventilatoren oder zugezogene Vorhänge, um die Räume einigermaßen kühl zu halten.

Das Evangelische Alten- und Pflegeheim Planegg reduziert die Aktivitäten, um die Bewohner zu entlasten. „Die Senioren stecken die hohen Temperaturen ganz gut weg“, sagt Heimleiter Ulrich Spies. Dafür sorgt unter anderem das Bereitstellen kühler Getränke. „Mit dieser Geste wollen wir den Mitarbeitern, die in voller Montur ihren Dienst absolvieren, unsere Wertschätzung zeigen“, so Spies.

Die Mitarbeiter des Planegger Pharmahandels Sanacorp nutzen derweil ihre Gleitzeit, um die Arbeitszeiten den Temperaturen anzupassen. Während die Beschäftigten der Hauptverwaltung versuchen, der Hitze mit Hilfe von Verschattungen und Ventilatoren zu entkommen, genießen die Angestellten der angrenzenden Niederlassung die wegen der Arzneimittel gekühlten Räume. „Die Mitarbeiter stehen die Hitze tapfer durch“, sagt Norman Keil, Mitarbeiter der Unternehmenskommunikation.

Doch nicht jeder Bürger im Würmtal kommt mit den derzeitigen Temperaturen zurecht. Das merken auch die Malteser der Bezirksgeschäftsstelle Gräfelfing. Das kreislaufbelastende und drückende Klima führt derzeit im gesamten Stadtgebiet zu Einsätzen, weshalb die Integrierte Leitstelle auch die Malteser in Gräfelfing gebeten hat, einen zusätzlichen Rettungswagen bereitzuhalten.

Allein in der ersten Juli-Woche war der Rettungswagen durchschnittlich 14 Mal pro Tag im Einsatz. „Das ist bereits die maximale Auslastung“, erklärt Pressesprecherin Julia Krill. Mehr Einsätze könnten vom rettungsdienstlichen Personal nicht bewältigt werden.

Auch die Mitarbeiter der Gräfelfinger Wolfart-Klinik leiden unter der brütenden Hitze. „Im Moment ist es ziemlich anstrengend“, erzählt eine Arzthelferin. Am Tagesprogramm ändere das freilich nichts. „Es nützt nichts, da müssen wir jetzt durch.“

Ebenfalls nicht leicht haben es die Mitarbeiter des Planegger Betriebshofes. Die meisten Angestellten beginnen derzeit bereits um sechs Uhr mit der Arbeit. Außerdem stellt die Gemeinde ihren Mitarbeitern nicht nur Wasser, sondern auch Kopfbedeckungen und Sonnencreme zur Verfügung. „Der Wunsch nach Abkühlung ist auf jeden Fall da“, sagt Manfred Wolf, Leiter des Betriebshofes. Und bis es soweit ist, ziehen sich die Angestellten mittags in ihren Pausenraum zurück.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ausbau zu gynäkologischem Krebszentrum
Ausbau zu gynäkologischem Krebszentrum
Corona limitiert Bürgerversammlungen
Corona limitiert Bürgerversammlungen
Freude überwiegt bei Grundsteinlegung
Freude überwiegt bei Grundsteinlegung
Die aktuelle Entwicklung im Würmtal
Die aktuelle Entwicklung im Würmtal

Kommentare