Hochwasser: Gemeinde seit Jahren untätig

Pentenried - Auf der jährlichen Ortsteilversammlung zeigten sich die Bürger in Pentenried insgesamt zufrieden, forderten aber bauliche Nachbesserungen.

Christine Borst kommt gerne nach Pentenried. Die Probleme sind meist überschaubar, und die Kommunikation ist für sie deutlich einfacher und angenehmer als im Hauptort. Auch am Montag leitete die Kraillinger Bürgermeisterin (CSU) eine gewohnt unaufgeregte Ortsteilversammlung. Die kommunalpolitischen Großbaustellen spielten einen Abend vor der großen Kraillinger Bürgerversammlung am Dienstagabend keine Rolle.

Statt um Streitigkeiten über Bauprojekte oder die Kluft, die gerade zwischen den politischen Lagern aufreißt, ging es um einzelne unterdimensionierte Gullys, einige lose Pflastersteine und um ein paar Meter zugeparkten Rad- und Gehweg. So konnte Borst einmal mehr schnelle Abhilfe versprechen und einfache Punkte sammeln. Sie wurde am Ende mit großzügigem Applaus bedacht. Im Fall des nicht abfließenden Wassers bei Starkregenereignissen an der Kreuzung Forststraße und Kirchenweg in Pentenried blieb die Bürgermeisterin allerdings einigermaßen vage. Anwohner hatten kritisiert, dass das Problem schon seit weit über zehn Jahren bestehe und der Gemeinde ebensolang bekannt sei. Heftigere Niederschläge überschwemmen an dieser Stelle immer wieder den Kreuzungsbereich, aus dem das Wasser auch in angrenzende Garagen läuft.

Ein Pentenrieder Bürger dokumentierte mit Fotos und Briefen den Sachverhalt und den Schriftwechsel mit der Verwaltung. Bei der ersten Kontaktaufnahme im Jahr 2000 sei er mit dem Hinweis abgespeist worden, bei dem betreffenden Unwetter habe es sich um ein Jahrhundertereignis gehandelt. Später, in der vorangegangenen Legislaturperiode, sei ein Gremium aus diversen Gemeinderäten vor Ort gewesen, bei strahlendem Sonnenschein aber auch nicht zu neuen Erkenntnissen gekommen. Man könne da nichts machen, habe es dann 2009 geheißen. So haben stärkere Unwetter auch weiterhin den Abfluss überfordert. Mittlerweile glauben die Anwohner aber die Ursache zu kennen: Die seinerzeit vorgenommene Versiegelung des höher gelegenen Kirchvorplatzes. Schnelle Abhilfe sei jetzt gefragt, denn erfahrungsgemäß sei „das nächste Jahrhundert bald wieder vorbei“, so ein Anwohner.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Reine Luft im Bürgerhaus Gräfelfing
Reine Luft im Bürgerhaus Gräfelfing
Premiere: Pfarrer spenden die Firmung
Premiere: Pfarrer spenden die Firmung
Die aktuelle Entwicklung im Würmtal
Die aktuelle Entwicklung im Würmtal

Kommentare