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Hubschrauber-Lärm bleibt unter den Grenzwerten

- Müller-BBM-Messungen bringen Bürger nicht weiter

Martinsried (bri) - Der Hubschrauberverkehr zum und vom Klinikum Großhadern hat im Jahr 2002 zugenommen. Trotzdem werden über Martinsried gesundheitsgefährdende Grenzwerte nicht überschritten. Die Gemeinde Planegg will jetzt den Kontakt zu Klinik und Hubschrauberbetreibern intensivieren, um trotzdem für die Bürger etwas zu erreichen.

Erstmals wird die Lärmbelästigung von Flügen nach Großhadern nicht nur berechnet, sondern auch gemessen. Seit Oktober registriert die Planegger Firma Müller BBM auf den Dächern von Wohnungen zweier Privatleute an der Heinrich-Heine-Straße und Am Klopferspitz jede Flugbewegung. Außerdem gibt es eine Kontrollstelle direkt am Hubschraubersonderlandeplatz.

Am Donnerstag stellte Thomas Beckenbauer im Ausschuss für Umwelt, Jugend und Kultur die Ergebnisse der ersten drei Monate vor. Danach ist die Lärmbelästigung im Norden von Martinsried höher als die im Süden. Die maximale Lärmbelästigung beträgt bis zu 78 dB(A). Nur in Ausnahmen werden auch höhere Werte erreicht, nämlich dann, wenn die Hubschrauber die Einflugschneise verlassen und direkt über den Häusern fliegen. Deshalb ergebe die Mittelpegelberechnung weder eine gesundheitliche Gefahr für die Bürger noch könne von einer allgemeinen, erheblichen Belästigung die Rede sein.

Die Zahl der Hubschrauber-Flüge zum und vom Klinikum nimmt weiter zu. 2002 waren es 1402. Eine Flugbewegung umfasst Landung und Start.

Die verkehrsreichsten Monate waren Juni und Juli. Bei der im Rahmen der flugrechtlichen Genehmigung aufgestellten Prognose war man 1995 noch von 1092 Flugbewegungen ausgegangen. Der Anteil an Nachtflügen (19 Prozent) war 2002 niedriger als in den Vorjahren. Etwa 90 Prozent Flüge wird von der Firma HDM geleistet. Als Konsequenz aus den aktuellen Zahlen von Müller-BBM will die Gemeinde die für sechs Monate vergebene Messungsreihe unterbrechen und erst im Sommer fortführen lassen. Weil rechtlich die Werte keine Möglichkeiten bieten, gegen den Hubschraubersonderlandeplatz vorzugehen, will man nun das Gespräch mit der Klinik und der Hubschrauber-Firma suchen. Laut Beckenbauer sind trotzdem Entlastungen für die Martinsrieder Bürger denkbar: So könnten die auffallend langen Standlaufzeiten von teilweise 60 bis 80 Sekunden verkürzt werden. Außerdem müssten laut Müller-BBM die Maximalpegel durch das Überfliegen der Häuser nicht sein (siehe Kommentar).

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