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Blumen für die Wunschnachfolgerin: Hanns Peter Wagner und die neue SU-Kreischefin Ilse Weiß.

Senioren-Union München-Land

Ilse Weiß neue Kreisvorsitzende

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Ilse Weiß ist neue Kreisvorsitzende der Senioren-Union im Landkreis München. Einstimmig haben 53 Mitglieder die Altbürgermeisterin von Neuried an die Spitze gewählt. Sie löst Hanns Peter Wagner ab, der acht Jahre lang Vorsitzender war.

Landkreis München– Die 65-jährige Ilse Weiß ist erst zwei Jahre im Vorstand der Senioren-Union. „Aber ich habe das Gefühl, dass sie schon lange im Dienst ist“, sagte der scheidende Vorsitzende Hanns Peter Wagner (74) am Donnerstag bei der Jahreshauptversammlung im Argeter Gasthof Schmucker. „Du warst eine große Stütze und immer da, um zu helfen“, dankte er seiner einstimmig gewählten Wunschnachfolgerin. Sie sein ein kommunalpolitischer Profi, energisch und zielstrebig und in vielen Gremien vertreten.

„Ich trete in große Fußstapfen“, sagte die Kreis- und Bezirksrätin, die Aufgabe sei sehr anspruchsvoll. Sie wolle Bewährtes fortführen und die Anliegen der Senioren im Landkreis kraftvoll vertreten, versprach Weiß. Ein langfristiges Ziel sei es, Ortsverbände in den Kommunen zu gründen, in denen es die Senioren-Union noch nicht gibt.

Hanns Peter Wagner, der vor 18 Jahren Gründungsmitglied der Senioren-Union im Landkreis war, trat aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an, wurde aber gleich einstimmig zum Ehrenvorsitzenden und somit wieder in den Vorstand gewählt.

In seiner kritischen Rede verriet Wagner, dass die CSU-Senioren im Vorfeld der Neuwahlen viel diskutiert hätten. „Ob wir überhaupt einen Einfluss auf die Mutterpartei haben, oder ob wir nur Wahlstimmen für sie einfangen sollen? Machen wir nur gesellige Ausflüge? Oder haben wir doch eine politische Stimme in den Kommunen?“ Immerhin seien viele Anträge der Senioren-Union über die CSU-Parteitage in die Landespolitik eingeflossen. „Man kann unsere Anliegen in der Politik der CSU wiedererkennen, auch wenn es nur Fragmente sind.“

Ein wichtiges Thema der Senioren-Union bleibt das Niveau der künftigen Renten. Dass Ältere nur schwer Kredite erhalten, sei ein Missstand, gegen den die Senioren-Union mittlerweile im Chor mit anderen Mitstreitern Verbesserungen bewirkt habe, sagte Wagner. „Ein Gebiet, auf dem wir nicht vorangekommen sind, ist die Energiewende“, beklagte er: „Hier beißen wir auf Granit.“ Es sei ein Skandal, dass immer mehr Haushalte im unteren Einkommensbereich ihre Stromrechnungen nicht mehr begleichen könnten. „Und auch immer mehr Rentner stehen vor diesem Problem“, so Wagner.

An die Anwesenden, darunter viele Ortsvorsitzende, appellierte er: „Wir brauchen Massen an Mitgliedern, um besser mit unserer Botschaft wahrgenommen zu werden. Wir brauchen eure Mund-zu-Mund-Werbung.“ 364 Mitglieder hat die Senioren-Union im Landkreis, zwölf weniger als im Vorjahr. „Die Senioren sind die Stammwählerschaft der Union, wir dürfen sie nicht verlieren“, warnte Wagner.

Dem Bundestagsabgeordneten und Kreisvorsitzenden der CSU, Florian Hahn, der ebenso wie der Landesvorsitzende der Senioren-Union, Thomas Goppel, eine kurze Ansprache hielt, versprachen sowohl Hanns Peter Wagner als auch die neue Vorsitzende Ilse Weiß Unterstützung im Wahlkampf.

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