Marion Kelmendi von der Hauswirtschaftleitung des Caritas-Altenheims Krailling Maria Eich lässt sich von  Dr. Richard Aulehner impfen.
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Die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, besteht nicht bei allen Mitarbeitern der Würmtaler Altenheime. Marion Kelmendi von der Hauswirtschaftleitung des Caritas-Altenheims Krailling Maria Eich hat gleich beim ersten Termin die Gelegenheit wahrgenommen, sich von Dr. Richard Aulehner impfen zu lassen.

Corona-Pandemie

Kein Impftermin: Das Waldsanatorium hinkt hinterher

  • Peter Seybold
    vonPeter Seybold
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Die Corona-Impfungen in Würmtaler Altenheimen schreiten unterschiedlich schnell voran. Während in den Caritas-Heimen in Krailling und Gräfelfing bereits viele Bewohner geimpft wurden, hat das Kraillinger Waldsanatorium noch keinen Starttermin. Wo geimpft wurde, sind bislang keine Nebenwirkungen aufgetreten.

Würmtal – In einigen Würmtaler Altenheimen sind bereits eine Reihe von Bewohnern und Mitarbeitern gegen SARS-CoV-2 geimpft. Im Kraillinger Caritas-Altenheim Maria Eich haben zum Beispiel 110 von 160 Bewohnern sowie 50 von 170 Mitarbeitern die erste Impfdosis erhalten, die nötige zweite folgt innerhalb kurzer Zeit.

Bislang keine Nebenwirkungen

Einer der Geimpften ist der 100-jährige Otto Ohmer. „Die Impfung ging ganz schnell und hat nur eine Minute gedauert. Am Tag danach habe ich am geimpften Arm etwas gespürt, aber nicht schlimm. Am Tag darauf überhaupt nichts mehr“, erzählt Ohmer im Merkur-Gespräch. Der Heimbewohner ist „sehr zufrieden“, dass er bereits geimpft wurde. Auch Heimleiterin Diana Sturzenhecker, die sich selbst ebenfalls hat impfen lassen, freut sich, dass ihr Haus gleich drankam. „Bei den Mitarbeitern warten einige noch ab. Wenigstens 30 weitere Bewohner werden in Kürze noch geimpft“, sagt Sturzenhecker. Von den bisher Geimpften habe niemand echte Nebenwirkungen berichtet, nur vereinzelt hätten sie danach den Einstich am Arm gespürt. In dem Heim waren seit Ende November sieben Bewohner und vier Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden. Eine Bewohnerin ist derzeit infiziert und im Krankenhaus.

„Wir sind auf einem guten Weg“

Im Evangelischen Alten– und Pflegeheim Planegg hatten wie in anderen Häusern bereits einige Mitarbeiter Corona, diese werden daher gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) nun nicht geimpft. Wenn man sie und diejenigen, die jetzt geimpft werden, zusammenrechne, seien es mehr als 50 Prozent der Mitarbeiter, die geschützt sind, sagt Heimleiterin Astrid Ühlein. Die Restlichen seien nicht generell gegen das Impfen, sie seien „im Moment noch zögerlich“, so Ühlein. Zwei Drittel der Bewohner wurden bereits geimpft. In der zweiten Impfrunde würden noch einige dazukommen, auch Mitarbeiter. Ühlein ist über den derzeitigen Stand froh: „Wir sind auf einem guten Weg.“ In dem Altenheim gibt es derzeit keinen bekannten Corona-Fall. In der ersten Welle im Frühjahr hatten sich 39 Bewohner und 30 Mitarbeiter angesteckt. Danach gab es nur vereinzelte Fälle.

Viele Heim-Mitarbeiter warten noch ab

Bereits am 27. Dezember hat das Gräfelfinger Altenheim St. Gisela mit der Impfung von 30 Personen angefangen. Inzwischen haben 170 Mitarbeiter, Bewohner und Mieter des Betreuten Wohnens die erste Impfdosis erhalten. 30 Prozent der Mitarbeiter, 74 der stationären Bewohner und 78 Prozent der Betreuten Wohnen-Mieter sind so einmal geimpft. „Ein paar Bewohner werden bei der zweiten Runde noch geimpft, weil es beim ersten Mal zum Beispiel wegen Krankheit nicht ging. Wer bei uns geimpft werden möchte, kann geimpft werden“, sagt Leiterin Mirjam Dirscherl. Es seien genug Dosen vorhanden, weswegen Dirscherl von der hervorragenden Arbeit des Impfzentrums begeistert ist. Viele Mitarbeiter warten noch ab, um zu sehen, ob es Langzeit-Nebenwirkungen gebe. Bei den bisher Geimpften habe es keine einzige wirklich negative Reaktion gegeben, berichtet Dirscherl. In dem Altenheim hatten sich 16 Bewohner und etwas weniger Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Es gab zwei Todesfälle. „Die Pflegekräfte haben es aber geschafft, dass sich das Virus nie im ganzen Haus ausgebreitet hat“, so Dirscherl.

Gunsthaus startet Impfungen am Montag

Im Lochhamer Rudolf- und Maria-Gunst-Haus beginnen die Impfungen am kommenden Montag. Praktisch alle bisher negativ getesteten Bewohner sowie ungefähr die Hälfte der Mitarbeiter wollten sich impfen lassen, sagt Leiter Jürgen Troll. In dem Heim gab es bisher 30 Corona-Fälle bei Mitarbeitern und Bewohnern. Ob auch manche Todesfälle auf das Virus zurückzuführen seien, sei unklar. „Ob jemand mit oder an Corona gestorben ist, können wir nicht sagen“, meint Troll.

Als einziges Würmtaler Altenheim wartet das Kraillinger Waldsanatorium noch auf einen Impfstart. „Wir haben noch keinen Termin und wissen nicht, wann es losgeht, obwohl wir natürlich gerne beginnen würden“, sagt Wolfgang Dausch, Sprecher des Heim-Betreibers, dem Orden der Barmherzigen Schwestern. Rund 60 Prozent der Bewohner und weniger als 50 Prozent der Mitarbeiter wollten impfen lassen. In dem Heim gebe es aktuell keinen Corona-Fall.

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