Rupert Berghammer, einer von drei Imtech-Direktoren in Planegg. foto: fkn

Imtech baut neue Firmenzentrale

Planegg - Im Sommer rücken Gräfelfing und Planegg noch enger zusammen. Auf dem neuen Gewerbe-streifen entlang der Semmelweisstraße in Steinkirchen baut Imtech eine neue Firmenzentrale. 350 Menschen werden dort arbeiten.

Noch in der Amtszeit von Dieter Friedmann hatte die Gemeinde Planegg das Erdbeerfeld erworben, um einen Teil davon als Gewerbefläche nutzbar zu machen. Bis der Bebauungsplan Gültigkeit hatte, dauerte es aber bis voriges Jahr. Anfang dieses Jahres verkaufte die Gemeinde nun den Gewerbestreifen an vier Firmen. In nichtöffentlicher Sitzung wählte der Bauausschuss aus mehreren Bewerbern aus. Das größte Grundstück schnappte sich Imtech. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg ist im Anlagenbau im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung sowie als Automobilzulieferer aktiv und zog im Jahr 1988 nach Planegg. Inzwischen sind 250 Mitarbeiter auf drei Gebäude verteilt am Standort in Steinkirchen tätig.

„Wir platzen aus allen Nähten“, erläutert Rupert Berghammer, einer von drei Imtech-Direktoren in Planegg, den Grund für den Neubau. Die Planegger Zentrale zeichnet für Bayern und Sachsen verantwortlich und ist auf Wachstumskurs. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, uns geht es schlecht. Wir sind stattdessen mehr als zufrieden“, sagt Berghammer. Die neue Firmenzentrale an der Semmelweisstraße wird 350 Mitarbeitern Platz bieten. Imtech wird 100 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Im Sommer soll der Bau beginnen. Imtech verfügt über das größte Grundstück des Gewerbestreifens und wird direkt gegenüber Sanacorp bauen. Über die letzten technischen Details berät die Firmenleitung am 9. Februar mit ihrem Architekten. Fest steht, dass im Sommer mit dem Bau begonnen werden soll. Laut Bebauungsplan sind entlang der Semmelweisstraße fünf Stockwerke mit einer Wandhöhe von bis zu 18 Metern erlaubt.

Nach den Worten Berghammers stand für Imtech ein Umzug in eine andere Kommune nicht zur Diskussion. „Wir sind hier verwurzelt, viele Mitarbeiter wohnen in Planegg und direkter Umgebung.“ Mit einem niedrigeren Gewerbesteuer-Hebesatz konnten andere Gemeinden Imtech ebenfalls nicht aus Planegg weglocken. „Das war für uns kein Aspekt. Wichtig ist, dass wir uns hier wohlfühlen“, sagt Berghammer.

Dem Vernehmen nach waren mehrere Unternehmen an einem Grundstück entlang der Semmelweisstraße interessiert. Vier Unternehmen erhielten den Zuschlag. „Wir engagieren uns bei Planegger Vereinen als Sponsor. Ich denke, dass dies bei der Auswahl eine Rolle gespielt hat“, sagt Berghammer.

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