Antrag der Jungbürgerversammlung

In der Würm surfen wie im Eisbach

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In Gräfelfing könnte eine stehende Welle zum Surfen wie im Münchner Eisbach entstehen. Die Gemeinderäte wollen die Idee prüfen.

Gräfelfing– „Das ist die perfekte Welle“ könnten demnächst auch Gräfelfinger Jugendliche singen, wenn sie mit ihrem Surfbrett unter dem Arm die Würm aufsuchen: Die Gemeinderäte gehen auf einen Wunsch der Jungbürgerversammlung ein, den Bau einer so genannten stehenden Welle in der Würm zu prüfen – nach dem Vorbild der Welle im Münchner Eisbach.

Die Vorarbeit der Verwaltung hatte ergeben: Durch die Beteiligung einer Vielzahl von Behörden an einem solchen Projekt werde das Verfahren für eine Würm-Welle schwieriger sein als die Umsetzung. Die kostet zwar stolze 80 000 Euro, doch sei auch Pasing an einer Surf-Welle interessiert, hieß es in der Sitzung des überörtlichen Ausschusses am Donnerstag. Kommt man zusammen, halbieren sich die Kosten.

Die Gemeinderäte konnten der Idee viel abgewinnen. „Das käme unseren jungen Bürgern direkt zugute“, lobte Petra Schmid (CSU), und Benno Stübner (IGG) schloss sich ebenso an wie Katharina Weber (Grüne). Auch Thomas Heidenreich (CSU) war nicht abgeneigt, doch bat er darum, das Projekt „vorerst niederschwellig“ zu prüfen; für ihn und für manch anderen im Gremium kam höchstens ein Gemeinschaftsprojekt mit Pasing in Frage.

Gegen das Vorhaben wandten sich Günter Roll (BVGL) und Jörg Scholler. Sie fanden, Gräfelfing habe finanziell Dringenderes zu stemmen. Außerdem befürchteten sie Park- und Verkehrsprobleme durch auswärtige Nutzer. Scholler: „Wir haben Riesenlücken im Haushalt. Das ist für einen gewissen Kreis eine schöne Sache, aber es ist reiner Spaß, und uns steht das Wasser haushaltsmäßig bis zum Hals.“ Günter Roll sagte, er sei „strikt gegen diese Ausgabe“.

Am Ende stimmten jedoch nur die beiden gegen den Beschluss. Der sieht vor, das Projekt auf Machbarkeit zu prüfen und sich vor allem mit dem Stadtbezirk Pasing-Obermenzing abzustimmen. Einen Beschluss zur Umsetzung gibt es somit noch nicht.

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