Der historische Brodwastlhof ist inzwischen abgerissen. Auf dem Grundstück entsteht jetzt eine zeitgemäße Bebauung, dazu gehören ein Wohn- und Geschäftshaus an der Straße (Foto: Computersimulation von Huber  + Lischka Architekten) sowie ein Mehrfamilienhaus und fünf Stadthäuser. fkn

Investor schließt Baulücke an der Gautinger Straße

Neuried - Vorbei die Zeit, als in Neurieds Ortskern eine Baulücke gähnte. Jetzt entstehen Wohngebäude und ein Laden auf dem einstigen Brodwastlhof.

Im Juni beginnt die B + H Wohn- und Gewerbebau mit dem Aushub. Bald schlagen Bagger ihre Eisenzähne in die verwilderte Brache an der Gautinger Straße 6.

15 Wohneinheiten plus Laden, insgesamt 1650 m² Geschossfläche, machen sich bis Ende 2013 auf dem 2850 m² großen Areal breit. Zwei Gebäuderiegel, ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen und ein Komplex mit fünf Stadthäusern staffeln sich in die Tiefe des Grundstücks. Im Wohn- und Geschäftshaus an der Straßenfront sind zwei Maisonettewohnungen untergebracht. Zusätzlich wirbt hier ein Tee-Kaffee-Feinkostkontor um Kunden.

„Unser städtebauliches Konzept nimmt Rücksicht auf das denkmalgeschützte Stemmer-Haus sowie umliegende Gehöfte und Gebäude“, erklären die Architekten Manfred Huber und Babette Lischka im Merkur-Gespräch.

Auf Kosten von B + H baut die Gemeinde die Zuwegung von der Gautinger Straße her bis auf Höhe der Reihenhäuser. So können auch die drei Kundenparkplätze hinter dem Ladenbau angefahren werden. Zwei weitere stehen Anwohnern und Besuchern zur Verfügung. Das Gros der Abstellplätze bietet den Wohnungseigentümern eine Tiefgarage.

Huber und Lischka haben auch den Neurieder Grafhof konzipiert. Jetzt ließen sie sich - unter Maßgabe kommunaler Bauvorgaben wie dem Steildach - vom Standort in der traditionsreichen Ortsmitte inspirieren. Bei den Materialien beschränkten sie sich auf historische Vorgaben. Statt hypermodernes Aluminium einzusetzen, wählten die Architekten Stein, Eisen, Holz. Die Fassaden lockern Erker, Balkone und verschiebbare Elemente auf. Die Straße, bereits durch die Umgehung der M 4 verkehrsentzerrt, wenn auch noch nicht verkehrsberuhigt, bekommt einen weiteren Treffpunkt. Sowohl drinnen als auch im Freien lädt der Feinkostladen zur Kaffeepause. Der Bau weiterer Versorgungseinrichtungen, so die Architekten, scheitert allerdings an der räumlichen Situation. „Kein Geschäft will in der zweiten Reihe sitzen“, sagt Huber.

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