+
Der achtgeschossige Hotelturm „Campus at Home“ steht zur besseren Auslastung nun allen Gästen offen.

„Campus at Home“

IZB-Residence wird normales Hotel

Die „Campus at Home“- Residence des Martinsrieder Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) ist ab sofort weitgehend ein normales Hotel. IZB-Aufsichtsrat und Gesellschafter beschlossen auf einer Sitzung eine entsprechende Konzeptänderung, um die Auslastung der Residence zu erhöhen.

Martinsried– Der Hotelturm war im Oktober 2014 für die Gäste der IZB-Start-ups und der wissenschaftlichen Institute auf dem Campus Martinsried eröffnet worden. Der Bau des achtstöckigen Gebäudes mit 42 Zimmern hatte 8,3 Millionen Euro gekostet. Am Wochenende blieben die Belegungszahlen aber hinter den Erwartungen zurück. Die Quote betrug im Geschäftsjahr 2017 samstags und sonntags nur 23 Prozent. Unter der Woche lag sie mit 46,55 Prozent knapp unter dem prognostizierten Rahmen von 47 Prozent. Trotzdem war die Residence nicht profitabel (wir berichteten).

Gesellschafter und Mitglieder des Aufsichtsrats des IZB wie Planeggs Bürgermeister Heinrich Hofmann (SPD), der Landrat des Landkreises München, Christoph Göbel (CSU), und Ralf Tatzel, Referent der geschäftsführenden Leitung des Martinsrieder Max-Planck-Instituts für Biochemie, suchten deshalb vor einigen Wochen auf einer Sitzung nach Wegen, die Auslastung am Wochenende zu erhöhen. Die gefundene Lösung: Nicht nur Gäste des IZB und des Campus, sondern alle Reisenden dürfen seit dem 1. Januar vorwiegend am Wochenende das Haus nutzen. Die Residence wird somit weitgehend ein normales Hotel.

Neben Gästen der um den Campus angesiedelten Unternehmen und aus Privathaushalten der benachbarten Viertel „beherbergen wir natürlich auch gerne Gäste aus München oder jeder anderen nationalen und internationalen Region im Rahmen unserer Möglichkeiten“, sagte IZB-Geschäftsführer Peter Hanns Zobel auf Merkur-Anfrage. Das Team des Hotels versuche aber weiterhin, „Gäste des Campus Martinsried vorrangig in der Residence unterzubringen“, so Zobel. „Ob es Firmenrabatte für die Kernzielgruppe geben wird, wird derzeit noch diskutiert.“

Mit der allgemeinen Öffnung möchte das IZB die Auslastung am Wochenende erhöhen. „An Samstagen und Sonntagen finden keine Meetings statt, sodass die Business-Zielgruppe am Wochenende keine Zimmer bucht“, sagt Peter Hanns Zobel. Der Geschäftsführer erwartet durch den Schritt „eine Erhöhung der Belegung am Wochenende“, kommuniziert aber keine genauen Zahlen. Mit welcher Mehrheit die Aufsichtsräte und Gesellschafter des IZB auf der Sitzung der Lösung zugestimmt haben und ob es andere Vorschläge gab, möchte das IZB ebenfalls nicht bekannt geben.

Trotz der Konzeptänderung sieht Peter Hanns Zobel das ursprüngliche Konzept des Campus at Home als „nicht gescheitert“ an. „Ganz im Gegenteil. Die Auslastung der IZB Residence ist unter der Woche sehr gut und wird von der Kernzielgruppe, Gäste des Campus Martinsried, hervorragend angenommen“, sagt Zobel. Die Vermarktung des neuen Konzepts erfolge „vorwiegend regional und derzeit nicht auf Hotelplattformen“. Die Preise für eine Übernachtung in dem Haus liegen für eine Person derzeit zwischen 89 Euro (Einzelzimmer) und 119 Euro (Suite zur Einzelnutzung). Ein Doppelzimmer kostet 119 Euro, eine Suite für zwei Gäste 139 Euro, stets jeweils ohne Frühstück. Das entsprechende Büffet im angeschlossenen „Seven and more“-Restaurant kostet 12,50 Euro. Im siebten Stock des Hauses residiert der „Faculty Club Gateway to Biotech (G2B)“, in dem sich alle Clubmitglieder in entspannter Atmosphäre treffen, austauschen und gemeinsame Projekte planen können.

Peter Seybold

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Senioren fürchten um ihre Pflanzen
Schmetterlingsbäume, Rosen, Lavendel, Weigelien und Rhododendron zieren die Grünflächen der Wohnanlage Josef-Beyerl-Straße 8 in Planegg. Nun sollen sie verschwinden. …
Senioren fürchten um ihre Pflanzen
Gemüsestand darf vorerst bleiben
Die Gräfelfinger können aufatmen: Der Wochenmarkt findet weiterhin  statt. 
Gemüsestand darf vorerst bleiben
Doppelte Premiere in St. Elisabeth
Der Kammerchor von Musica Sacra singt am Christkönigssonntag die „Missa St. Elisabetha“ in der Planegger Pfarrkirche St. Elisabeth. Es ist eine doppelte Premiere.
Doppelte Premiere in St. Elisabeth
FBK verordnet sich eine Verjüngungskur
Mit neuen Gesichtern tritt die Freie Bürgergemeinschaft Krailling (FBK) bei der Gemeinderatswahl im März nächsten Jahres an. Vor allem setzt man auf jüngere Kandidaten.
FBK verordnet sich eine Verjüngungskur

Kommentare