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Gratulantenrunde: Starnbergs CSU-Kreisvorsitzende Stefanie von Winning, Landrat Karl Roth, die Landtagsabgeordneten Alexander Radwan und Ursula Männle, Bezirkstags-Kandidat Harald Schwab, Bürgermeisterin Christine Borst, CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt und Landtags-Kandidatin Ute Eiling-Hütig (v.li.)

65 Jahre CSU Krailling: Christsoziale feiern ihre Erfolgsgeschichte

Krailling - Stolz blickt die CSU Krailling auf ihr 65-jähriges Bestehen zurück. Seit 1948 stellt der Ortsverband in der Würmtalgemeinde durchgängig die Bürgermeister.

Bei strahlender Sonntagssonne feierten die erfolgsverwöhnten Christsozialen mit Landrat Karl Roth den Geburtstag ihres Ortsverbands. Als Festredner sprang CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt (MdB) für Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt ein, der aufgrund eines Infekts die Stimme versagte. „Wir sind einer der ältesten CSU-Ortsverbände“, erklärte Franz Xaver Schmid (86). Der Wegbegleiter des ersten Kraillinger Bürgermeisters Johann Baptist Huber erinnerte an die Not der Nachkriegsjahre. Um Aufgaben wie die Versorgung der Bevölkerung mit dringendsten Verbrauchsgütern zu bewältigen, wurde ein Aktionsausschuss gegründet - unter dem Vorsitz Hubers. Bei der ersten Kommunalwahl in Krailling wurde der schon bekannte CSU-Kandidat prompt mit 65 Prozent zum Bürgermeister gewählt. In der Ära Huber begann der Soziale Wohnungsbau am Mitterweg. Sein größtes Verdienst sei aber die Gründung der Ortschaft Pentenried für Heimatvertriebene gewesen. Vier Mal wurde Huber ohne Gegenkandidat an die Spitze der Gemeinde gewählt.

Ein rauerer Wind blies der CSU in den 1970er Jahren entgegen. In Krailling gründete sich die Freie Bürgerschaft (FBK) mit eigenem Kandidaten, erinnerte Schmid. Unter Bürgermeister Helmuth Schreyer habe sich dann plötzlich die SPD-Fraktion an die Seite der FBK gestellt. Seither seien die Fronten am Kraillinger Ratstisch verhärtet, bedauerte er.

„Die Wiedervereinigung war ein Geschenk des Himmels“, sagte Alt-Bürgermeister Dieter Hager. Dadurch erhielt der 1990 gewählte Rathauschef die Möglichkeit, auf dem Areal der aufgelösten Pionierkaserne ein Gewerbegebiet auszuweisen. „Heute haben wir in der KIM 120 Firmen mit 1500 Arbeitsplätzen“, zog Hager stolz Bilanz.

„Kommunikation ist mir wichtig“, betonte seine Nachfolgerin Christine Borst. Für mehr Transparenz habe sie die Bürgerfragestunden vor den Ratsitzungen eingeführt. Die Ganztagsschule in Krailling, die erste im Landkreis Starnberg, die Gemeindebücherei an der Würm, die Schaffung 400 neuer Arbeitsplätze bei der Firma Eos in der KIM, aber auch das mit Gauting und Planegg gegründete Würmtal-Regionalwerk verbuchte Borst als weitere Plus-Punkte ihrer Ära. „Ich kandidiere wieder“, erklärte die Bürgermeisterin.

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