Aus Dankbarkeit für die Kriegsrückkehr initiierte Johann Huber diese Kapelle im Lochhamer Schlag, die um eine in den Baumstamm eingewachsene Christusfigur gebaut ist. Foto: js

Johann Huber: "Ich bin mit Leib und Seele Gräfelfinger"

Gräfelfing - Johann Huber, Träger der silbernen und goldenen Bürgermedaille, feiert am Montag seinen 90. Geburtstag.

Vor Arzt-Besuchen ist Johann Huber nicht bang. Das Gräfelfinger Urgestein erfreut sich bester Gesundheit und begeht seinen 90. Geburtstag in aller Ruhe. Anstatt ein Fest auszurichten, unterstützt er lieber Bedürftige über die neue Gemeinde-Stiftung mit einem ansehnlichen Betrag.

Dass er auch nach neun Jahrzehnten noch immer aktiv am Gemeindeleben teilnehmen kann, verdankt Johann Huber seiner unermüdlichen Aktivität. „Nicht rasten“, verrät der zweifache Vater und zweifache Großvater sein Geheimrezept für ein langes und gesundes Leben. „Man muss immer weiter denken und sich fit halten.“ Was in seinem Heimatort vor sich geht - darüber ist er im Bilde. Per Radl oder mit seinem dunkelgrünen Geländewagen inspiziert Huber die Gegend regelmäßig, wobei er das Radeln bei Eis und Schnee dank Heimtrainer zurzeit nach drinnen verlegt.

Ein Blick auf Hubers Engagement erklärt, warum Gräfelfings Bürgermeister den Träger der silbernen und goldenen Bürgermedaille als „schillernde Persönlichkeit“ würdigt. Von Hubers Wissensschatz haben schon Christoph Göbels Vorgänger profitiert. Als Gemeinderat und Fachberater im Bauausschuss brachte sich der Jubilar mehrere Jahrzehnte in die Kommunalpolitik ein. „Mich bewegt alles, was hier passiert. Ich bin mit Leib und Seele Gräfelfinger“, schwärmt er. „Ich lebe und sterbe für Gräfelfing.“

Nicht zuletzt die 17-jährige Bürgermeisterzeit seines Großvaters hat sein Interesse für die Ortsbelange geweckt. Huber, der unter Mithilfe seiner Frau von der Nachkriegszeit bis in die 60er-Jahre einen Erdbaubetrieb mit zehn Mitarbeitern führte, legte den Grundstein für das Gewerbegebiet an der heutigen Bussardstraße: 1980 kaufte er einen verwahrlosten Teil der Kiesgrube samt Schrott und Quetschwerk, räumte das Areal und verpachtete es. „Das war eine aufstrebende Zeit“, erinnert sich der weitsichtige Mann. „Heute floriert dort ein Gewerbegebiet mit mindestens 20 Klein- und Mittelbetrieben.“

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