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Mit Regenschirm zum Johannisfeuer: Von der ungünstigen Witterung lassen sich die Besucher nicht abhalten. Das Feuer lockt etliche Würmtaler auf die Wiese hinter dem Planegger Feodor-Lynen-Gymnasium.

Johannisfeuer in Planegg

Holzbalken und Paletten gehen in Flammen auf

Viele Besucher haben dem Regen getrotzt und das Johannisfeuer in Planegg bestaunt. Eine schöne Belohnung für die 50 Helfer.

Planegg – Fast eine Stunde früher als sonst ging der riesige Holzstapel in Flammen auf. Dem Regen geschuldet, hatten sich die Organisatoren des beliebten Johannisfeuers auf dem Gelände des Planegger Feodor-Lynen-Gymnasiums für ein vorzeitiges Entzünden des Feuers entschlossen. „Die Leute sollen ja nicht alle schon nach Hause gegangen sein“, begründet Lea Feneberg von der Katholischen Jugend St. Elisabeth, die traditionell das Sonnwendfeuer ausrichtet, den Frühstart.

Bei leichtem Nieselregen saßen am Samstagabend nicht ganz so viele wie sonst, aber doch einige Würmtaler, mit Schirmen bewaffnet, an den Tischen auf der Wiese. Proppenvoll waren dagegen die beiden Zelte. Trotz des ungemütlichen Nass von oben ließen sich die Gäste nicht ihre Bratwurst-Semmeln mit Kraut vermiesen. Und die Gilchinger Blaskapelle spielte genauso gegen die dunklen Regenwolken an, wie die Kinder. Die kickten und tobten ausgelassen rund um die Feuerstelle - oder bewunderten das Feuerwehrauto der Planegger Wehr, das einsatzbereit am Rand parkte.

Drei Tage lang hatten die Jugendlichen von St. Elisabeth das Feuerholz aufgeschichtet. „Die Holzbalken sind Abfälle von Dachstühlen“, erklärt Lea Feneberg. Ein Abrissunternehmen überlässt sie ihnen stets kostenlos. Hoch oben, als Abschluss sozusagen, lagerten noch Holzpaletten und sogar zwei alte Holzbottiche fielen heuer dem Feuer zum Opfer.

Insgesamt unterstützen Organisation und Durchführung des Planegger Johannisfeuers, eines weitverbreiteten Brauchs in der Johannisnacht, zwischen 40 und 50 Helfer; Freunde und Mitglieder von St. Elisabeth. „Das ist super“, so Feneberg, „wir sind jedes Mal wieder begeistert, was wir alles auf die Beine stellen können.“

„Wir kommen seit zwanzig Jahren hierher“, bestätigte ein Planegger Ehepaar den jährlichen Erfolg des Johannisfeuers. „Das bringt immer viel Spaß“, so der Mann. Seine Frau fügte mit leichtem Bedauern an: „Wir wohnen hier schräg gegenüber und treffen ansonsten viele Nachbarn. Die hat heute wohl das Wetter abgeschreckt.“ Eine andere Besucherin hatte sich auch überlegt, ob es überhaupt sinnvoll sei, vor dem großen Regen zu kommen. Aber nicht nur sie erschien: Gegen 20 Uhr füllte sich der Platz rund um den Scheiterhaufen zusehends. Und es lohnte sich allemal. Kurz nach neun stand der fünf Meter hohe Holzturm lichterloh in Flammen und hunderte von Menschen bestaunten, bei mittlerweile strömendem Regen, die kraftvolle Feuerbrunst mit ihrem spektakulären Funkenflug.

Carolin Högel

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