Daniel Kizilirmak ist der neue Chef des Neurieder Juha. Foto: js

Jugendhaus hat neuen Leiter

Neuried - Das Jugendhaus Neuried hat einen neuen Leiter. Daniel Kizilirmak hat die Nachfolge von Lena Schuster angetreten.

Gleich am ersten Arbeitstag bekam Daniel Kizilirmak einen Eindruck davon, was ihn im Neurieder Jugendhaus erwartet. 60 Jugendliche, davon bis zu 40 gleichzeitig, kamen allein am Aschermittwoch ins „Juha“ am Taxetweg, spielten Billard, Kicker und Videospiele oder zogen sich in Grüppchen in die Aufenthaltsräume zurück. Die Skater, BMXer und Sprayer, die auf der Außenanlage blieben, nicht mitgerechnet.

„Das Neurieder Jugendhaus wird außergewöhnlich gut angenommen“, stellt der neue Teamleiter der Einrichtung erfreut fest. Und Kizilirmak muss es wissen. Der 43-Jährige, der aus Ingolstadt stammt, ist ein erfahrener Sozialpädagoge, der schon in verschiedensten Einrichtungen tätig war, unter anderem auch in zwei Jugendhäusern im Landkreis München. „Hier in Neuried wurde bisher richtig gute Arbeit geleistet“, findet er.

Einige seiner bisherigen Tätigkeiten brachten Kizilirmak in intensiven persönlichen Kontakt mit Jugendlichen. Er begleitete Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion auf ihrem Weg zum qualifizierenden Hauptschulabschluss, er betreute Klassen mit Schülern, die wegen ihres Verhaltens im Regelbetrieb nicht mehr schulbar waren, und er arbeitete in einer Inobhutnahmestelle für traumatisierte und vernachlässigte Minderjährige. „Hier im Jugendhaus ist man den größeren Teil der Zeit doch eher der Bespaßer“, sagt er. Doch mit den Jugendlichen zu spielen, Musik zu machen oder sie zur gemeinsamen Umgestaltung der Räumlichkeiten anzuregen, sei für die pädagogische Arbeit unheimlich wichtig.

Kizilirmak ist der Nachfolger von Lena Schuster, die in die Geschäftsstelle des Kreisjugendrings wechselte. Er schätzt an seiner neuen Stelle vor allem die Balance zwischen der Arbeit mit den Jugendlichen und seinen administrativen Aufgaben: „Als ich im Jugendhaus in Ottobrunn war, hatte ich deutlich mehr Kollegen und war mehr Teamleiter als Pädagoge.“

Das Juha-Team besteht weiterhin aus drei Fachkräften. Die Leitungsstelle und die Stelle der zweiten Sozialpädagogin Tanja Werner wurden nun aber durch die Gemeinde zu Vollzeitstellen aufgestockt. Erzieher Mike Schmitt arbeitet weiterhin 20 Stunden pro Woche im Juha.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Ein Geschenk am idealen Standort“
„Ein Geschenk am idealen Standort“
Vorbereitung für Ausstellung läuft auf Hochtouren
Vorbereitung für Ausstellung läuft auf Hochtouren

Kommentare