Käufer für Firma Imtech gefunden

Planegg - Für die insolvente Firma Imtech gibt es einen Käufer. Das Bangen der Planegger Mitarbeiter könnte also bald ein Ende haben.

Wie gestern bekannt wurde, will die Zech Group in Bremen das Unternehmen Anfang November kaufen. Zech will den Großteil der Imtech-Mitarbeiter übernehmen. So können 3000 von insgesamt 3600 Arbeitsplätzen erhalten bleiben, erklärt Tjark Thies, Insolvenzverwalter und Partner der Kanzlei Reimer Rechtsanwälte. Der Verkauf stehe aber noch unter Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden, heißt es in einer Presseerklärung von Imtech. Michael Pfeiffer von der IG Metall in München sieht die Übernahme positiv, da über drei Viertel der Arbeitsplätze erhalten bleiben sollen. „Arbeitsplätze zu erhalten, war das Ziel von unserer Seite“, erklärt er.

Wo die 600 Arbeitsplätze wegfallen, will derzeit niemand sagen. Ob auch Planegg davon betroffen sein wird, weiß Pfeiffer nicht. Der Pressesprecher der Zech Group, Holger Römer, sagt: „Wir äußern uns nicht über die Pressemitteilung hinaus.“ Auch über den Kaufpreis haben Imtech-Insolvenzverwalter Peter-Alexander Borchardt von der Hamburger Kanzlei Reimer Rechtsanwälte und die Firma Zech stillschweigen vereinbart. In der Pressemitteilung von Imtech heißt es: „Von den zuletzt rund fünf ernsthaften Interessenten hat Zech das ganzheitlichste und wirtschaftlich lukrativste Angebot abgegeben.“

Über Zech sagt Römer, die Firma sei Deutschlands größter Projektentwickler. Weltweit hat die Zechgruppe rund 6000 Mitarbeiter. „Die rund 500 Ende Oktober noch verbleibenden Imtech-Baustellen werden ab Insolvenzeröffnung von dem Investor in einem mit dem Insolvenzverwalter abgestimmten Verfahren fortgeführt“, heißt es in der Pressemitteilung. Dies gelte auch für die mehr als 4000 Wartungs- und Serviceverträge und den Auftrag des Flughafens Berlin Brandenburg. Nach heutigem Stand werde die Vorgehensweise für den Berliner Flughafen keine weiteren Verzögerungen ergeben. vs

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