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Kardinal Reinhard Marx weiht die Kapelle im Caritas-Seniorenheim St. Gisela.

Kardinal Marx weiht Kapelle ein

Gräfelfing - Am Samstag kam hoher geistlicher Besuch nach Gräfelfing. Kardinal Reinhard Marx weihte die Kapelle im Caritas-Seniorenheim St. Gisela. Das bischöfliche Vorrecht nahm der Erzbischof von München und Freising höchstpersönlich wahr.

Marx zelebrierte mit den Gräfelfinger Seelsorgern Monsignore Anton Schönauer, Pfarrer Jürgen Rintelen und Diakon Wolfgang Kustermann sowie Pfarrer Otto Gäng vom Dekanat und Caritasdirektor Prälat Hans Lindenberger die Messe. Ein Bläserensemble unter Leitung von Kirchenmusiker Burkhard Kuttig umrahmte die Feier. Im Verlauf des Wortgottesdienstes nahm der Kardinal die Weihe der Kapelle vor.

„Der menschenwürdige Umgang mit älteren, pflegebedürftigen Mitmenschen ist ein Testfall für den christlichen Standard in unserer Gesellschaft“, nahm er dabei Bezug auf den Standort. Sich um diejenigen zu kümmern, die schwächer seien, müsse Priorität sein. Dafür gebe Gott, um in der Sprache der Wirtschaftsphilosophie zu reden, das Qualitätsmerkmal.

Gleichzeitig betonte der Kardinal aber auch, wie wichtig für Menschen der konkrete kirchliche Raum sei. „Wir brauchen ein solches sichtbares Zeichen unserer Gemeinschaft“, so Marx. Der Sakralraum, der etwa 60 Personen fasst, wurde durch Öffnung der Rückwand um die Fläche der Caféteria erweitert. Wer nicht in die Kapelle kommen wollte, konnte den Gottesdienst auch per Übertragung im eigenen Zimmer mitverfolgen. Rund 120 Gläubige, darunter viele Heimbewohner, erlebten die Einweihungszeremonie in der Hauskapelle. Dazwischen mischten sich die Gäste: Landrätin Johanna Rumschöttel, die Trias der Gräfelfinger Bürgermeister, Christoph Göbel, Peter Köstler und Heidi Plank-Schwab. Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Thomas Heidenreich war gekommen, Prälat Erich Pfanzelt, ebenso Pfarrerin Elke Eilert, weiter Vertreter aus Gemeinderat und Politik, Verwaltung, Malteserdienst und Nachbarschaftshilfe sowie Altbürgermeister Eberhard Reichert und die Architektin, Michaela Weiss.

Nachdem der Kardinal den Altar mit Weihwasser besprengt und mit Chrisam gesalbt hatte, ein Symbol für die Gegenwart Gottes, entzündete er den Weihrauch. Intensiver Duft erfüllte den Raum, Rauchwolken, ein Sinnbild erhörter Gebete, stiegen an die Decke.

In der anschließenden Gesprächsrunde lobte Caritas-Vorstand Wolfgang Obermair ausdrücklich den Bau des Seniorenheims als „Musterbeispiel der Zusammenarbeit mit Gemeinde und Landkreis“ und hob die Vielfalt der Wohnkonzepte von betreutem Wohnen bis zum Pflegebereich „mit hoher Betreuungsqualität“ hervor. Marianne Müller-Mettnau, Bewohnerin und Heimbeiratsmitglied, bemerkte: „Es ist wunderbar, dass auch eine Kindertagesstätte im Haus ist.“

Überraschend ging ein Wunsch der Heimleiterin vor den Augen der Teilnehmer in Erfüllung. Mirjam Alferink hatte sich für eine Vollzeitseelsorgerin stark gemacht. Irmgard Mack aus Eichenau stellte sich zur allgemeinen Freude als neue Gemeindereferentin vor. Sie wird im Oktober ihre Arbeit in St. Gisela aufnehmen. Bevor sich die Gäste dann beim Imbiss stärkten, machte der Kardinal seine Runde durchs Haus, begrüßte die Heimbewohner und segnete die Räume.

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