Kein Geld mehr zwischendurch

- Diskussion um beantragte Bürgschaft für den TSV

Gauting (cc) - "Während des laufenden Haushaltes nachschießen - das geht nimmer." Bei der Debatte um die vom TSV Gauting beantragte kommunale Ausfallbürgschaft machte Bürgermeisterin Brigitte Servatius im Finanzausschuss unmissverständlich klar, dass Vereine, aber auch die Träger der Kindergärten ihre Anträge künftig vor den Haushaltsberatungen zu stellen haben.

Der TSV hatte eine kommunale Ausfallbürgschaft über 9843 Euro beantragt - für die Sanierung der Tennisplätze an der Leutstettener Straße. Der Bayerische Landessport-Verband (BLSV) hatte seine zugesagten Zuschüsse heuer in ein "zinsgünstiges Darlehen" umgewandelt - als Sparmaßnahme. Die Gemeinde muss für den Betrag, den die Bayerische Landesboden-Kreditanstalt über das "Sportstättenförderprogramm" gewährt, gerade stehen.

Da auch die Zuschüsse für die sanierte Laufbahn nicht flossen, hatte der Gemeinderat bereits im Juni eine Ausfallbürgschaft für ein Darlehen über rund 58 300 Euro beschlossen (wir berichteten). Mit Blick auf weitere Bürgschaften für den TV Stockdorf verlangte Bärbel Ebner (CSU), dass die Verwaltung diese Beträge auflistet. Gerhard Nafziger (FBG) störte sich an der langen Laufzeit: Das Darlehen über die rund 9000 Euro werde vom Verein in 20 Jahren getilgt. Solange hielten die Tennisplätze nicht. Als Folge zahle der Verein noch für die alte Maßnahme, während die Plätze zum zweiten Mal erneuert werden. Der Tennisspieler aus Stockdorf wies darauf hin, dass die Mitglieder der Tennisabteilungen ohnehin "höhere" Jahresbeiträge für die Plätze bezahlen. Indes fand Volker Wildt (UBG), Tennisspieler in Gauting, dass der Verein mit der Darlehensfinanzierung einfacher handeln könne.

Gegen die Stimme Nafzigers wurde die Ausfallbürgschaft gewährt. Zusätzlich wird das Rathaus den Vereinen schriftlich mitteilen, dass ihre Anträge vor den Haushaltsberatungen vorliegen müssen. Wenn die Gemeinde nichts mehr habe, könne nachträglich nichts bewilligt werden. Servatius: "Die Vereine laufen Gefahr, dass ihre Ausbauten halbfertig stehen bleiben."

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