Kindergarten-Ausgliederung bleibt umstritten

- IGG-Bürgerrunde: Trend bei der Grundschule geht zum Neubau

VON VERONIKA JORDAN Gräfelfing - Die Diskussionen um die eventuelle Ausgliederung der vier Kindergärten in Gräfelfing und Lochham sind noch nicht ausgestanden. Obwohl das grundsätzliche Ziel, zur Entlastung der Verwaltung im Rathaus die Trägerschaft an andere Einrichtungen wie das Rote Kreuz oder die Caritas abzugeben, weiter verfolgt wird, sehen die Mitglieder der IGG damit Probleme verbunden. "Wenn die Kindergärten an andere Träger abgegeben werden, sind die Erzieherinnen keine öffentliche Angestellten mehr und somit nicht mehr frei in ihrer Gestaltung", merkte die 2. Bürgermeistern Petra Schaber bei der Bürgerrunde der IGG am Samstag im Grappabrenner kritisch an.

Bürgermeister Christoph Göbel habe zwar bereits Gespräche mit verschiedenen denkbaren Trägern geführt. Doch ein Ergebnis stehe bisher noch aus. Und bevor eine endgültige Entscheidung gefällt werden kann, ob die Trägerschaft weiterhin bei der Gemeinde bleibt oder abgegeben wird, muss ein Organisationsgutachten erstellt werden. "Erst dann können wir eine Entscheidung treffen", so Schaber weiter. Falls eine Privatisierung der Kindergärten tatsächlich durchgeführt werden sollte, sei es wichtig, geeignete und kompetente Leute zu finden. In diesem Zusammenhang legte Florian Ernstberger dar, nach welchen Kriterien er bei dem neuen Kindergarten in der Grosostraße fähige Angestellte selektiert habe.

Ferner wurde bei der Bürgerrunde die schon lang bestehende Frage eines Neubaus oder einer Sanierung der Volksschule Gräfelfing erörtert. Auch bei diesem Punkt ist noch keine bindende Entscheidung getroffen worden. Doch "der Trend verlauft derzeit aller Wahrscheinlichkeit nach in Richtung Neubau", sagte Schaber. Und das, obwohl die Gemeinde damit eine finanzielle Mehrbelastung von 1,1 Millionen Euro zu tragen hätte. Eine Sanierung beliefe sich auf etwa 7,1 Millionen, ein Neubau auf 8,2 Millionen Euro.

Doch eines steht bereits jetzt fest: Im nächsten halben Jahr muss die Gemeinde einen europaweiten Wettbewerb starten, der drei bis sechs Monate dauert. Schaber versicherte den beunruhigten Eltern, dass trotz eines Neubaus "der Schulbetrieb aufrecht erhalten werden kann", weil das Schulgebäude in der Bahnhofstraße auf keinen Fall abgerissen wird. Lediglich der Trakt in der Schulstraße inklusive der Turnhalle soll abgerissen werden. Der Neubau - so er denn tatsächlich durchgeführt werden sollte - könnte ab 2005 in Angriff genommen werden.

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