Turbulenzen der Vergangenheit soll ein Ende bereitet werden 

Neue Leitung und mehr Personal

Neuried - Das Kinderhaus am Kraillinger Weg in Neuried bekommt schon wieder eine neue Leitung. 

Die Leitung des Kinderhauses am Kraillinger Weg in Neuried hat im vergangenen Jahr oft gewechselt. Und wechselt jetzt schon wieder: Christine Hinz, seit September im Amt, hat die Leitung Ende Februar auf eigenen Wunsch wieder abgegeben. Sie ist weiter im Kinderhaus tätig, aber als Erzieherin. Dass sie nach nur einem halben Jahr geht, wirft Fragen auf. Zumal sie die Einrichtung schon einmal geleitet hatte, als diese noch ein reiner Kindergarten war. Die Gemeinde ist sich der Probleme im Kinderhaus am Kraillinger Weg bewusst und will nun mit zwei Maßnahmen gegensteuern: Es kommt eine neue Leitung von außen, und es gibt mehr Personal.

Mit der Umwandlung des Kindergartens in ein Kinderhaus im Jahr 2011 hätten die Probleme begonnen, erklärt der Geschäftsleiter der Gemeinde Neuried, Alois Sailer, offen. Die Gemeinde habe damals erst eine, dann zwei der ursprünglich vier Kindergartengruppen in Krippengruppen umgewandelt. Und das sorge immer noch für Ärger, meint Sailer. „Das ist eine Erblast, mit der sich das Haus sehr schwer getan hat“, erläutert er.

Vor einem Jahr hatte sich die Leiterin Erna Himmelberg verabschiedet, dann hatte Jennifer Heslington die Einrichtung kommissarisch geführt, bis im September Hinz übernommen hatte. Am heutigen Freitag übernimmt eine neue Leiterin.

Alois Sailer sieht die Probleme so: Im Kindergarten seien einige Mitarbeiter teilzeitbeschäftigt, in der Krippe arbeiteten alle Vollzeit. Daher gebe es immer wieder Probleme mit dem Dienstplan. Die Krippenmitarbeiter müssten immer wieder im Kindergarten aushelfen. „Die von der Krippe arbeiten aber komplett anders“, erklärt er. Die seien dann immer aus ihrer Arbeit und ihren Dokumentationen herausgerissen worden.

Die Gemeinde habe reagiert und all ihren Krippen mit dem Beginn des Jahres 2015 mehr Personal zugestanden. Es gebe seit über einem Jahr nicht mehr 2,5 sondern drei Personen pro Krippengruppe. „Wir haben geschaut, dass wir das Haus immer mehr aufstocken, aber wir haben die Probleme nicht auf Null stellen können“, erklärt Sailer.

Mit Hinz hatte die Gemeinde dann jemanden mit der Leitung beauftragt, der die Einrichtung kannte. Jetzt soll der Neustart mit einer externen Kraft gelingen. Deren Aufgabe sei ausschließlich die Leitung des Kinderhauses und nicht, wie in der Vergangenheit, zusätzlich die einer Gruppe. So könne die neue Leiterin gruppenübergreifend arbeiten und das gesamte Personal, die Kinder und die Eltern kennenlernen.

Zudem werde das Personal erneut aufgestockt. Eine Teilzeitkraft habe das Haus verlassen und Hinz ersetze diese in Vollzeit. „Wir haben lange mit den Eltern zu tun gehabt“, sagt Sailer. Immer wieder habe die Gemeinde Hoffnung geschöpft, und dann habe es doch neue Probleme gegeben. „Die neue Leitung ist unsere Hoffnung“, macht Alois Sailer nun deutlich.

Victoria Strachwitz

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