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Schlüssel wieder in Gemeindehand: Am Dienstag präsentierten sich die neuen Betreiber des RMG mit (v. li.) Bauamtsleiterin Elisabeth Breiter, Bürgermeisterin Uta Wüst, Rathaus-Geschäftsführer Ulrich Seyfferth, Heimleiterin Yvonne Stierstorfer, die RMG gGmbH-Geschäftsführer Hartmut Joithe und Michael Settgast sowie Petra Hierl-Schmitz (Leiterin der Ordnungs- und Sozialverwaltung im Rathaus).

Reibungsloser Betriebsübergang

Gunst-Haus wieder in Gemeindehand

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Gräfelfing - Seit 1. Oktober ist das Rudolf- und Maria-Gunst-Haus wieder in Gemeindehand. Der Betriebsübergang vom BRK auf eine neue GmbH klappte bisher reibungslos.

Die meisten Bewohner des Rudolf- und Maria-Gunst-Hauses (RMG) schlummerten ruhig in ihren Betten, während sich für ihr Zuhause Historisches ereignete: Um 0 Uhr in der Nacht zum 1. Oktober ging das Lochhamer Alten- und Pflegeheim nach 30 Jahren vom Betreiber BRK zurück an die Gemeinde. Wie berichtet, war der Vertrag am 30. September ausgelaufen, da Kommune und Betreiber sich über eine Fortführung nicht einigen konnten. Im Dezember 2015 beschloss der Gemeinderat dann, das Haus zunächst für eine Übergangszeit von zwei Jahren selbst zu übernehmen.

Dass diese Übernahme weitgehend laut- und reibungslos verlief, verdankt sich der neunmonatigen Vorarbeit seitens der Gemeinde und vor allem der neuen Geschäftsführer Hartmut Joithe und Michael Settgast. Während die beiden erfahrenen Manager für die neue RMG gGmbH verantwortlich zeichnen, werden sie im Haus von der ebenfalls neu eingestellten Geschäftsleiterin Yvonne Stierstorfer (39) unterstützt. Das neue Leitungsteam stellte sich gleich am Samstag mit einem Blumengruß bei den Bewohnern vor.

Wichtig für die angestrebte Kontinuität und ein Gefühl der Sicherheit bei den Bewohnern war auch die Übernahme der meisten Mitarbeiter. Nur wenige der etwa 70 Angestellten widersprachen dem Betriebsübergang und zogen mit dem BRK aus. Derzeit ist das Haus mit 88 Bewohnern bei Weitem nicht voll belegt. Die Geschäftsführer kündigten am Dienstag an, die Belegung wieder aufzunehmen, nachdem das BRK in den letzten Monaten offenbar einen Stopp verhängt hatte.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnen Hartmut Joithe und Michael Settgast mit einem Defizit von rund 250 000 Euro. Schon 2017 und 2018 wollen sie eine schwarze Null erreichen. Michael Joithe: „Als gemeinnützige GmbH müssen wir keinen Gewinn machen, sondern jeder erwirtschaftete Euro fließt zurück in die Pflege.“ Für die Bewohner werden sich die Preise nicht ändern, und keiner der Mitarbeiter wird wirtschaftlich schlechter gestellt.

Nun hat die Gemeinde zwei Jahre Zeit gewonnen, die dringend gebraucht werden. Bürgermeisterin Uta Wüst: „Wir werden nun weiter an einem Konzept arbeiten, um es baulich und betrieblich ausschreiben zu können.“ Somit ist für die Zukunft des Hauses noch Vieles offen.

Ebenso die Endabrechnung zwischen BRK und Gemeinde, für die noch Gutachten ausstehen. Die Bürgermeisterin ahnt jedenfalls, dass es bei dem Punkt noch Diskussionsbedarf geben könnte. Schließlich gehe es um den „dehnbaren Begriff der „gebrauchsfähigen Immobilie“.

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