Kontrolleur entdeckt Schwarzbau

Planegg - Das Planegger Restaurant und Hotel La Terrazza darf seine Gäste im Freien künftig nicht mehr im Innenhof, sondern nur noch im Bereich der Bahnhofstraße bewirten. Der Planegger Bauausschuss hat den Antrag des Restaurants auf eine zweite Freischankfläche mit Terrasse und Vordach an der Gebäuderückseite abgewiesen.

Ein Anwohner hatte sich über lärmende Gäste des Terrazza beschwert, die hinter dem Haus auf einer Terrasse mit Stühlen und Stehtischen dem Weingenuss gefrönt hatten. Ein Kontrolleur des Landratsamtes stattete dem Lokal daraufhin einen Besuch ab und entdeckte die rückseitige Freischankfläche, die sich als Schwarzbau herausstellte.

Um auch künftig Gäste hinter dem Haus bewirten zu dürfen, stellte die Geschäftsleitung des La Terrazza bei der Gemeinde einen Antrag auf Baugenehmigung für die bereits existierende Freischankfläche. Dagegen brachte ein Nachbar aufgrund der zu erwartenden Lärmbelästigungen Einwände bei der Gemeinde vor.

„Ich kann die Beschwerden verstehen“, sagte Alfred Pfeiffer (SPD) im Bauaussschuss. Fritz Haugg (FDP) war anderer Auffassung. „Es ist schön, wenn Leben in der Bahnhofstraße ist. Es muss nicht wie auf dem Friedhof sein.“ Bürgermeisterin Annemarie Detsch fand, dass die vordere Freischankfläche ausreiche. „Das muss nicht auf beiden Seiten sein. Die Bahnhofstraße ist dort ausreichend belebt.“ Gegen die Stimmen von Haugg, Max Gum-Bauer (FWD) und 3. Bürgermeister Hermann Nafziger (CSU) lehnte der Ausschuss den Antrag des La Terrazza ab.

Noch ist nicht endgültig entschieden, ob das Terrazza seine Hinterhof-Bewirtung einstellen muss. Das Landratsamt prüft gerade den Fall. Die Behörde dürfte aber der Auffassung Planeggs folgen und den Antrag ablehnen.

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