+++ Eilmeldung +++

Tödlicher Unfall: Motorradfahrerin (33) stürzt beim Überholen und wird von Traktor-Anhänger überrollt

Tödlicher Unfall: Motorradfahrerin (33) stürzt beim Überholen und wird von Traktor-Anhänger überrollt
Schlechte Nachrichten und kein Ende in Sicht: Die Neurieder Mehrzweckhalle wird zum Fass ohne Boden. a-f: js

Kostenexplosion: Neubau von Mehrzweckhalle könnte 8 Millionen verschlingen

Neuried - Das Bauprojekt Neurieder Mehrzweckhalle erweist sich als Fass ohne Boden. Höchstwahrscheinlich entscheidet sich die Kommune für einen Neubau statt eines Teilabrisses.

Seit Dienstagabend ist der Neubau der Neurieder Mehrzweckhalle nahezu beschlossene Sache. „Dies ist die nachhaltigste Lösung“, sagte Bürgermeisterin Ilse Weiß. Dies unterstrich auch Bauamtsleiter Peter Müsch. „Die Kosten für Teilneubau und Teilmodernisierung sind ähnlich hoch wie für Gesamtabriss und Neubau.“ Die Kommune stellt sich auf Kosten in Höhe von fünf bis sechs Millionen Euro ein. „Es kann aber noch um 30 Prozent teurer werden“, warnte Peter Müsch. Auch wenn sich auf den ersten Blick eine Differenz von zwei Millionen ergebe, man wisse nicht, mit welchen Unwägbarkeiten beim Abtragen der inzwischen schon entkernten Halle noch zu rechnen sei, sagte der Bauamtsleiter.

Bedenken hinsichtlich der Tragfähigkeit von Wänden und Fundamenten im Untergeschoss konnte ein mittlerweile erbrachtes Gutachten ausräumen. Es besteht allerdings nicht nur Sanierungsbedarf bei Lüftungsanlage, elektrischen Leitungen und Behindertentoilette, der gesamte Bau muss, nicht zuletzt im Hinblick auf Brandschutz und Fluchtwege, den neuesten Gesetzesvorgaben angepasst werden.

Die Chronologie der in 18 Monaten um mindestens 300 Prozent angestiegenen Baukosten liest sich inflationär. In 2011 war von 1,5, später zwei Millionen Euro die Rede. Prognosen, die sich bis an die Fünf-Millionen-Euro-Marke erstreckten, erschienen noch 2012 ungeheuerlich. Lediglich über Reparaturarbeiten sprach man anfangs, dann über Dacherneuerung, schließlich über Teilabriss. Zuletzt war geplant, die Halle mit neuen Stützen und Wänden als Leichtbau punktgenau auf den alten Fundamenten aufzusetzen. „In den dafür veranschlagten maximal fünf Millionen war eine erweiterte Ausstattung nicht vorgesehen“, erklärte Müsch.

Jetzt denkt man daran, nicht nur die Kopfbauten im Norden und Süden abzureißen, sondern auch eine neue Tragekonstruktion über dem Fundament zu errichten und die Kellerräume für Schule und Mittagsbetreuung sowie Musikschule und Vereinsleben neu zu organisieren. Für den Bereich Schulsport wird ein Zuschuss erwartet.

Die Fraktionssprecher Ralph Geipel (SPD) und Jan Jungowski (Unabhängige) gaben ein klares Votum für den Neubau ab. Auch Markus Crhak (CSU), der weiter ausholte: „Das ist jetzt ein ganz neuer Wissensstand“, sagte der 2. Bürgermeister. „Der Aspekt der Sicherheit geht vor, leider ist der Neubau kein Ergebnis, das zu einer schnellen Öffnung der Halle führt.“ Man habe sich aber im Krisenmanagement bewährt, auch wenn die Entwicklung des Sachverhalts in der Öffentlichkeit schwer darzustellen sei. Die Finanzierungsmöglichkeiten sah Chrak kritisch. Man habe ja nicht einmal die zwei Millionen, um auf die fünf Millionen aufzustocken.

Die endgültige Entscheidung vertagte der Bauausschuss auf die Gemeinderatssitzung nach den Pfingstferien. Bezüglich der Großprojekte Ortsmitte und Rathausneubau scheinen nun erst einmal die Felle davongeschwommen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gräfelfing rechnet mit 169 Mio. Euro aus Gewerbesteuer
Gräfelfing rechnet mit 169 Mio. Euro aus Gewerbesteuer
Das Bürgerbegehren ist unzulässig
Das Bürgerbegehren ist unzulässig
Corona limitiert Bürgerversammlungen
Corona limitiert Bürgerversammlungen
Die aktuelle Entwicklung im Würmtal
Die aktuelle Entwicklung im Würmtal

Kommentare