Krailling baut Breitbandversorgung aus

Würmtal - Die Breitbandversorgung im Würmtal ist gut, aber verbesserungsfähig. Deswegen beteiligt sich Krailling an einer landkreisweiten Initiative, Gauting dagegen nicht.

Zwölf Gemeinden im Landkreis Starnberg stützen die von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft „gfw“ initiierte Breitbandinitiative. Gauting hat sich gegen eine Teilnahme ausgesprochen – und verzichtet damit auf eine Förderung von 100 000 Euro. „Wir machen das über das Regionalwerk“, erklärt Bürgermeisterin Brigitte Servatius. Die in Gründung befindliche Gesellschaft soll sich um die Breitbandversorgung kümmern. Ein weiterer Grund gegen die Beteiligung sei in Gauting die bereits gute Abdeckung mit schnellem Internet.

Lediglich in Oberbrunn hapert es – Bürger des Ortsteils haben dies schon bei der Verwaltung moniert. Daher will sich die Rathauschefin um einen Anbieter bemühen. Eine Option wäre der geplante BOS-Funkmast in der Nähe des Dorfes. Dort könnte ein Unternehmen Funk-Internet installieren, hofft Servatius. „Das wäre für den Anbieter auch günstiger.“ Seit mehr als fünf Jahren spielt die Gemeinde Krailling mit dem Gedanken, Breitbandleitungen verlegen zu lassen, um in Außenbereichen schnellere Internetzugänge zu ermöglichen. Gerade in Pentenried und Frohnloh ist die Situation verbesserungswürdig. Der Gemeinderat stimmte einer Finanzierung des Projekts unter der Bedingung zu, dass es der Freistaat unterstützt. Dies ist nun geschehen.

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Krailling erhält 100 000 Euro Zuschuss. Die Kosten für die Gemeinde liegen aber wohl dennoch bei mehr als 100 000 Euro. „Dann können wir ja jetzt langsam mit den Arbeiten beginnen“, sagt Hauptamtsleiter Franz Wolfrum. Schon vor der Bewilligung liefen die ersten Schritte für die Verlegung der unterirdisch verlaufenden Leitungen an. Bei aktuellen und zukünftigen Straßenarbeiten werden Leerrohre verlegt, durch die die Glasfaserleitungen auch nach Beendigung der Bauarbeiten geschoben werden können. Hierzu ist eine verhältnismäßig kleine Baustelle ausreichend. Obwohl der spätere Verlauf der Leitungen noch nicht ganz feststeht, ist sich Susanne Brittinger vom Bauamt sicher, dass die Behinderungen für Autofahrer und Bewohner in Grenzen gehalten werden können.

„Die wichtigen Anschlussstellen liegen in der Regel unter Feldwegen, somit bekommen die Bewohner auch von größeren Baustellen kaum etwas mit“, erklärt Brittinger. Der eigentliche Baubeginn steht noch nicht fest, doch die Fertigstellung des Projekts ist für nächstes Jahr geplant.

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